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Radfahren in unbekanntem Terrain kann sehr spannend sein und den eigenen Horizont erweitern. Es kann aber auch komplett schief gehen, wenn man keine guten Routenvorschläge hat und sich mit dem Rennrad auf ausgedehnten Schotterpisten oder im dichten Berufsverkehr wiederfindet.



Für Radreisende gerieten Fahrräder aus Stahl nie aus der Mode. Für Rennradfahrer gehört Stahl in Zeiten von 900 Gramm leichten Sets von Carbonrahmen und -gabel ganz sicher zum alten Eisen. Schon allein deshalb hat es einen besonderen Charakter, wenn ein Peloton von Rennradlern auf klassischen Stahlrahmen und zeitgenössischen Wolltrikots über verkehrsarme Landsträßchen rollt – für Zuschauer wie für die Fahrer selbst. Wie die Profis von einst leiden die Retro-Rennfahrer am einfachen Material ohne Rasterschaltung und den Kies- und Kopfsteinpflasterwegen, die sie wegen der Ähnlichkeit zu den historischen Radrennstrecken gezielt aufsuchen. Dafür entschädigen sie sich bei ausgiebigen Fahrtpausen mit geschmackvollem Essen und neigen auch einem guten Glas Wein zu – was sich ebenfalls nahtlos in die Tradition fügt.
Schon im Flugzeug auf dem Rückweg nach Frankfurt war allen klar, dass dies nicht der Schlussakkord sein konnte. Es musste einfach weiter gehen. Allerdings war uns ebenfalls klar, dass solch ein Kraftakt nicht jedes Jahr ehrenamtlich zu stemmen sein wird. Schon gar nicht, wenn sich der Teamchef neben dem Team auch noch mit seiner MS-Erkrankung herumschlagen darf.