Bahn-EM: Tag 4

Was für ein Tag! Spannende Wettkämpfe bis zum Schluss, 6 Medaillen für das deutsche Team, strahlende Sieger und leider ein paar (zum Teil leider schwere) Stürze. Ein bewegender Moment: Ex-Weltmeister und amtierender Trainer von Kristina Vogel, René Enders, wurde unter großem Beifall verabschiedet. Und Tour-Teufel Didi Senft besuchte uns natürlich auch!

Die Medaillengewinner der deutschen Mannschaft:

  • Kristina Vogel (Gold im Keirin)
  • Franz Schiewer mit Schrittmacher Gerd Gessler (Gold bei den Stehern)
  • Joachim Eilers (Silber im 1000 Meter Zeitfahren)
  • Maximilian Beyer (Bronze im Punktefahren)
  • Domenic Weinstein (Bronze in der Einerverfolgung)
  • Stefan Schäfer mit Schrittmacher Peter Bäuerlein (Bronze Steher)

Herzlichen Glückwunsch!

 

 

Bahn-EM: Tag 3

Der dritte Tag der UEC Track European Championships Berlin 2017.
Es hat erneut Spaß gemacht, zuzusehen, mitzufiebern und zu fotografieren.
Leider habe ich die Gold- und Silberfahrt von Miriam Welte und Pauline Grabosch nicht sehen können – daher findet ihr die Fotos von den beiden nur auf Turus.net/Radsport oder der offiziellen UEC-Facebook-Seite.

Hier die ersten Fotos des dritten Tages.

Sehen wir uns heute im Velodrom Berlin?

Bahn-EM: Tag 2

Die Bahn-EM (oder korrekt gesagt: die „2017 Elite Track European Championships“) hat vergangenen Mittwoch begonnen. Der erste Publikumstag war jedoch erst der Donnerstag – Tag 2. Aus deutscher Sicht brachte sie 2 Silbermedaillen der Sprinter, leider einen Sturz der deutschen Frauen in der Mannschaftsverfolgung und viele spannende Wettkämpfe mit zum Teil hervorragenden Leistungen. Dass bei der Mannschaftsverfolgung der Abstand zur Weltspitze noch ein wenig weit ist: geschenkt. Die Männer erreichten in einer respektablen Zeit den undankbaren vierten Platz.

Ergebnisse gibt es auf der Seite www.bahn-em2017.de. Den Bericht zum ersten Tag gibt es bei Turus.net – wie immer mit den besten Fotos von Arne Mill.

Hier eine Auswahl der besten Fotos vom BikeBlogBerlin.

Bahn-EM 2017 im Berliner Velodrom

In knapp zwei Wochen ist es so weit: die 2017 Elite Track European Championships finden vom 19.-22. Oktober in Berlin statt. 30 Nationen werden im Berliner Velodrom mit dem bekanntermaßen schnellen Holzoval erwartet. Genau rechtzeitig wurde die hierfür komplett neu errichtete Bahn aus sibirischer Fichte fertig:

Auf der nach 20 Jahren erneuerten Piste bescheinigten alle Fahrer und Schrittmacher der neuen Bahn einen guten Zustand, der Fahrbahnbelag wird auch in Zukunft schnelle Zeiten zulassen … [via Turus.net]

Aus Berliner Sicht ist die Teilnahme der Lokalmatadoren im Sprint, Robert Förstemann und Maximilan Levy besonders erfreulich. Förste, der nach seinen Rückenproblemen hart um die Rückkehr in die Nationalmannschaft kämpfen musste, ist für die EM nominiert – möglicherweise erneut als Anfahrer der Sprint-Mannschaft.

Maximilian Levy / Robert Förstemann

Ein weitere guter Bekannter in Berlin, der deutsche Meister (und Europameister 2014/2016) Stefan Schäfer, wird (gemeinsam mit Schrittmacher Peter Bäuerlein) neben dem Aachener Robert Retschke, dem Nürnberger Thomas Steger und dem Cottbuser Franz Schiewer um den Titel der Steher kämpfen. Auch Retschke, Steger und Schiewer sind in Berlin keine Unbekannten. Schade, dass das Berliner Nachwuchstalent Marcel Bartsch nicht mehr aktiv auf der Bahn ist.

Peter Bäuerlein / Stefan Schäfer

Bei den Frauen ist zuerst die herausragende Kristina Vogel (zweimalige Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin!) zu nennen, die u.a. im Keirin ihrer Favoritenrolle gerecht werden will. Auch die Berlinerin Charlotte Becker (u.a. Mannschaftsweltmeisterin im Zeitfahren 2012) ist im Aufgebot. Aus Tschechien wird bei den Sprintern ebenfalls ein bekanntes Gesicht dabei sein: Tomáš Bábek, der in diesem Jahr sowohl beim Bremer wie auch beim Berliner Sechstagerennen am Start war. Neben einigen amtierenden Europameistern werden auch Olympiasieger am Start sein, mit Katie Archibald, Elinor Barker, Philip Hindes, Callum Skinner und Steven Burke allein fünf aus Großbritannien.

v.l.n.r. Levy/Eilers/Vogel/Nate Koch/Bábek/Hindes (rechts: Enders)

Für ein hochkarätiges Sportprogramm ist also gesorgt – jetzt fehlen nur noch die Fans. Einzeltickets sind ab 10,90 € über die Seite der Bahn-EM zu bekommen. Das Ticketpaket für alle vier Tage (Sitzplätze) kostet 88 €.

Übrigens hat sich auch Sonnyboy und Publikumsliebling Nate Koch angekündigt! Obwohl er deutsche Vorfahren hat, jedoch nur als Zuschauer bzw. für PR-Zwecke.

BikeBlogBerlin freut sich auf eine spannende Bahn-EM 2017!

Hier das erweiterte Aufgebot des Bund Deutscher Radfahrer:

Ausdauer Frauen: Charlotte Becker (Hitec Products), Lisa Brennauer (Canyon SRAM), Romy Kasper (Alé Cipollini), Lisa Klein (Cervelo Bigla), Mieke Kröger (Canyon SRAM), Lisa Küllmer (RSC Cottbus) und Gudrun Stock (RC Die Schwalbe München)

Ausdauer Männer: Maximilian Beyer (Maloja Pushbikers), Felix Groß (rad-net ROSE), Lucas Liss (rad-net ROSE), Theo Reinhardt (rad-net ROSE), Nils Schomber (rad-net ROSE), Kersten Thiele (rad-net ROSE) und Domenic Weinstein (rad-net ROSE)

Kurzzeit: Pauline Grabosch (Team Erdgas 2012), Kristina Vogel (Team Erdgas 2012), Miriam Welte (1. FC Kaiserslautern), Maximilian Dörnbach (Team Erdgas 2012), Joachim Eilers (Chemnitzer PSV), Eric Engler (Track Team Brandenburg), Robert Förstemann (RSC Cottbus), Maximilian Levy (Team Erdgas 2012) und Max Niederlag (Chemnitzer PSV)

Steher: Stefan Schäfer (Cottbus), Franz Schiewer (Cottbus), Thomas Steger (Nürnberg) und Robert Retschke (Aachen).
[via Facebook-Seite der Bahn EM 2017]

Velo Classico 2017

Am 16. und 17. September fand im Mecklenburgischen Ludwigslust die Velo Classico 2017 statt. Zum 3. Mal trafen sich in „Lulu“ Liebhaber alter Fahrräder und klassischer Mode. Neben alten Panther-Fahrrädern der 30er Jahre, Polizei- und Militärrädern, einem Rad mit Beiwagen (!) und Alltagsrädern der 50er bis 80er Jahre fanden sich auch einige schöne Rennräder des vergangenen Jahrhunderts. Es wird niemanden wundern, dass mein Augenmerk hauptsächlich dieser Gattung galt, gehört doch meine (Fahrrad-)Liebe seit jeher den schnellen Stahlrössern.

Velo Classico

Die Velo Classico versteht sich nicht als Rennen, auch wenn die Langdistanz (die „Heldenrunde“) primär für Rennräder geeignet ist. Das Team um Detlef Koepke konzipiert im geschichtsträchtigen Umfeld des Schlosses Ludwigslust eine zweitägige Kulturveranstaltung, die Radsportlern und Händlern alter Räder und Fahrradteile genauso Platz bietet wie (Vintage-)Modeschöpfern, Künstlern oder Tanzschulen. Der erste Tag ist daher eine Mischung aus Klassentreffen, Einkaufsbummel und Party. Man trifft sich, unterhält sich, zeigt seine Räder oder bewundert die anderer Teilnehmer. Erst am Sonntag steht der Sport (zeitweilig) im Mittelpunkt. Auf drei Strecken können Besitzer alter Räder an den Start gehen: von der Genießerrunde mit 45 km, über die Liebhaberrunde mit 90 km bis hin zur Heldenrunde mit 150 km. Genießer- und Liebhaberrunde sind offen für alle Fahrradtypen und Kleidungsvorlieben, die Heldenrunde verlangt nach klassischen Rennrädern bis Baujahr 1989 und möglichst passender Kleidung.

Ludwigslust

Mindestens genauso spannend wie dieses Event ist das Entdecken der „Vintage“-Stadt Ludwigslust. Begonnen hat deren Geschichte mit der Errichtung eines Jagdschlosses durch den Prinzen Christian Ludwig im damaligen Dorf Klenow. Mitte des 18. Jahrhunderts erhielt der Ort den Namen Ludwigslust. Um das Schloss herum, das rund 40 Jahre nach seiner Errichtung einem Barockbau weichen musste, entstand eine komplette neue Stadt. Das Schloss und die im nahen Umfeld errichteten Wohn- und Verwaltungsgebäude (speziell in der Schlossstraße) geben der Stadt einen besonderen Charakter. Ein Besuch – nicht nur anlässlich der Velo Classico – lohnt sich!

BikeBlogBerlin zeigt hier die besten Fotos der eleganten Stahl-Renner in standesgemäßem schwarz-weiß. Mehr Fotos gibt es auf der Facebook-Seite der Velo Classico und der von Florian Selig.