Die Sixdays Berlin sind eröffnet!

Die Berliner Sixdays – oder traditionell: das Berliner Sechstagerennen – wurden gestern eröffnet. Anstatt vieler Worte hier ein paar Impressionen des ersten Tages.

Sixdays Bremen: Dein Rennen

Bernd Rennies (re.) u. Detlef Koepke (MSR, li.)

Bei den Sixdays Bremen fand zum zweiten Mal ein Jedermannrennen statt: „Dein Rennen“. Organisiert hatte dies Bernd Rennies vom Bremer Sporttreff, der auch Botschafter der Mecklenburger Seen Runde für Bremen ist.

In mehreren Qualifikationsrennen wurden die Teilnehmer ermittelt, die sich an zwei Tagen der Sixdays in der ÖVB-Arena im Rundenzeitfahren messen durften. Das Starterfeld war so bunt wie der Jedermannsport selber: Von der 16-jährigen Schülerin bis hin zum deutschen Vizemeister der Feuerwehr.
Als strahlende Sieger gingen Karla Sommer (auf Instagram als Bike_Perle bekannt) und Aimo Hellbach aus den Rennen hervor. Herzlichen Glückwunsch!

Die Ergebnislisten sind hier zu finden. Eine tolle Sache, die hoffentlich im nächsten Jahr noch mehr Fans in die Halle locken wird und die Verbindung zwischen Spitzen- und Jedermannsport weiter festigen wird.

Sixdays Bremen – mein „erstes Mal“

Nach mehreren Jahren als bloggender Fotograf beim Berliner Sechstagerennen erhielt ich nun die Gelegenheit, auch das Bremer Sechstagerennen kennenzulernen.
Am Sonntag – dem 3. Tag der diesjährigen Sixdays – war es soweit. In Bremen angekommen, verstaute ich meinen Koffer und machte mich auf den Weg zur ÖVB-Arena. Dort gab es die erste Überraschung. Erhält man als akkreditierter Journalist in Berlin lediglich Zutritt zum Publikumsbereich und (bis 2016) zur Bahn, durfte ich mich in der Bremer Halle auch im VIP-Bereich aufhalten, was in der recht kleinen Halle einen guten Blick auf die Bahn ermöglicht.
Nich nur die Halle ist klein, auch die Bahn wirkt mit ihren 166 Metern im Vergleich zu anderen Bahnen eher wie ein Pumptrack. Dies und die daraus resultierende extreme Kurvenneigung garantiert ein rasantes Rennen – ein Ausruhen ist hier nicht möglich: Rundengewinne, für die Fahrer bei über 200 Meter langen Bahnen viel Stehvermögen benötigen, werden in Bremen fast ständig herausgefahren.
So nimmt der nicht ganz so fachkundige Zuschauer eine technische Neuheit gern an: über spezielle LED-Rücklichter wird die führende Mannschaft deutlich sichtbar gekennzeichnet.
Apropos Mannschaft: das Fahrerfeld bei den Männern ist hochklassig besetzt. Kaum ein Name fehlt – wenn man die britischen Topfahrer wie Bradley Wiggins und Mark Cavendish, die eher selten bei Sechstagerennen außerhalb des Königreichs vertreten sind, ausnimmt. Kenny de Ketele, Wim Stroetinga, Nick Stöpler und der belgische Top-Fahrer Iljo Keisse sind nur einige der Namen des internationalen Fahrerfeldes. Aus deutscher Sicht sind wohl alle Stars vertreten: Marcel Kalz, Leif Lampater und Christian Grasmann spielen beim Kampf um das Podium eine wichtige Rolle.

Marcel Barth

Da darf auch Publikumsliebling Marcel Barth nicht fehlen. Mit seinem jungen Partner Robbe Ghys hat er zwar keine Chance auf einen der vorderen Plätze, als Entertainer ist er hingegen in diesem Fahrerfeld ungeschlagen. Diese Rolle genießt „Ballerbarth“ sichtbar. Sein angekündigter Abschied vom Sechstagesport gibt ihm Gelegenheit, sein letztes Rennen nochmal besonders mit dem Publikum zu feiern.
Nicht unterschlagen möchte ich die Frauen, von denen man einige bereits aus den Rennen im Berliner Velodrom kennt. Schade, dass ihr Wettbewerb am Sonntag bereits – mit dem Sieg der sympathischen Anna Knauer – endete.

Siegerehrung Frauen: v.l.: Jarmila Machačová (2.), Anna Knauer, Lisa Klein (3.)

Bei den Sprintern fehlt leider der aufgrund eines Sturzes beim Training verletzte Maximilian Levy, der durch René Enders vollwertig ersetzt werden konnte.

Die Bremer Sixdays haben einen besonderen Stellenwert im aktuellen Sixdays-Zirkus. Mit der kurzen Bahn und einem außergewöhnlichen Showkonzept kann sich die Traditionsveranstaltung weiterhin behaupten, während andere Rennen wegen steigender Kosten gestrichen oder wie das Berliner Rennen an internationale Investoren verkauft werden mussten. Man muss nicht gleich Fan von Show-Acts wie Mickie Krause oder Peter Wackel werden, um zu erkennen, dass diese ein Element sind, das Sechstagerennen am Leben zu erhalten.

Party mit Peter Wackel

Nur schade, dass der Sport dabei nicht immer die Hauptrolle spielt: die Radsporthalle war gestern zeitweise recht leer, während in den Party-Hallen durchgehend Stimmung herrschte. Auch der dadurch erkennbar höhere Alkoholkonsum ist eine traurige Begleiterscheinung dieses Konzeptes.
Und der Sport? Wie geschrieben, sind die Rennen hochklassig besetzt, durch die besondere Bahn kurzweilig und daher für das fachkundige Publikum sehr attraktiv. Dass der Vorjahressieger Marcel Kalz mit seinem Partner Iljo Keisse am gestrigen Nachmittag wieder die Führung übernahm, gefällt den deutschen Fans verständlicherweise besonders und erhöht die Spannung für die letzten beiden Tage!

Marcel Kalz / Iljo Keisse

Ein paar ausgewählte Fotos vom vergangenen Sonntag werden in einer Galerie zu finden sein. Link folgt!

Tickets für das Berliner Sechstagerennen zu gewinnen!

Von der Mecklenburger Seen Runde habe ich 1×2 Eintrittskarten für die Berliner Sixdays (Donnerstag, 26.01.) zur Verfügung gestellt bekommen. Ich möchte diese Tickets gern an dich/euch weitergeben.
Was du dafür tun musst? Schreib eine E-Mail an gewinnspiel@bikeblogger.de und beantworte die folgende Frage: Was ist Melanies Ziel bei der MSR 2017?

Ein Tipp? Die Antwort findest du hier.
Einsendeschluss ist Sonntag, der 15.01.2017 um 17 Uhr.
Unter allen richtigen Antworten wird die Gewinnerin bzw. der Gewinner ausgelost. Die Tickets werden kommenden Montag per Post versendet. Daher benötige ich auch deine Postanschrift.
Wie immer gilt: der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!
Foto: © Florian Selig / www.florianselig.com

Wir stellen vor: das MSR-Botschafter-Paar 2017!

Jetzt können wir endlich die Katze aus dem Sack lassen und euch das MSR-Botschafter-Paar 2017 vorstellen: Melanie & Dennis!

Melanie & Dennis

Am vergangenen Sonntag hatten wir, der Fotograf Florian Selig und der Blogger Andreas Stenzel, Gelegenheit, das stolze Botschafter-Paar kennenzulernen. Wir verbrachten zwei sehr kurzweilige Stunden mit Gesprächen über die Antilopengang, MTB-Rennen und die persönlichen Beweggründe, an der Mecklenburger Seenrunde – MSR teilzunehmen. Natürlich nutzte Florian auch die Gelegenheit, die ersten Fotos der Beiden zu schießen.

„Ich möchte die MSR fahren, um meine Grenzen zu erfahren, dabei aber auch den Spaß an der schönen Strecke genießen. Ankommen ist das Ziel!“ [Melanie]

Während Dennis bereits verschiedene Langdistanzen gefahren ist – u.a. auch 24-Stunden-MTB-Rennen – und so der Seenrunde recht gelassen entgegen sieht, merkt man Melanie den Respekt vor ihren ersten 300 km deutlich an. Eigentlich unverständlich, fährt doch auch sie im Jahr rund 10.000 km mit dem Rad, ist mit MTB und Rennrad vertraut und scheut sich auch nicht vor Krafttraining in der Muckibude. Aber auch Dennis nimmt diese Herausforderung nicht auf die leichte Schulter: „Das größte Problem für mich ist das Wetter“, verriet er uns und erzählte gleich eine Episode vom letztjährigen Spreewaldmarathon, der den Teilnehmern stundenlangen Regen bescherte.

Ich will die MSR fahren, um etwas Einzigartiges und Außergewöhnliches zu Erleben, zu wissen, dass man mit seinem Willen (und Training) alles erreichen kann.“ [Dennis]

Wir haben schnell verstanden: hier sind zwei, die Radfahren nicht als Hobby betreiben, sondern ihr Hobby leben: „Wir lieben den Radsport mit allen seinen Facetten, mit den Stürzen, den schweren Beinen, dem perfekten Timing, den Niederlagen, den Witterungen, den Zeiten die uns von Leben und Arbeit trennen“ schrieben sie in ihrer Bewerbung.

Hier nun die ersten Impressionen von unseren Siegern. Mehr erfahrt ihr demnächst!

Alle Fotos: © Florian Selig / www.florianselig.com