Buchvorstellung: Vintage Räder

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Vintage Räder, die aktuelle Neuerscheinung des Covadonga-Verlags, zelebriert die Liebe zu der Zeit von Legenden wie Fausto Coppi, Eddy Merckx und anderer Helden der Landstraße, zu Stahlrennrädern, blank geputzten Aluschaltungen und Kettenblätettern. Eine Zeit, in der Fahrräder nicht am Computer entstanden, sondern aus der Erfahrung und dem Schweiß tausender Kilometer auf der Straße.
Das Buch zelebriert das Aufarbeiten von schönen alten Rädern mit passenden, gut gemachten Bildern, lesenwerten Texten sowie mit Essays mehr oder weniger bekannter Typen aus der Vintage-Szene.

Vintage Räder ist ein ideales Geschenk für alle Fahrradfans, die sich für alte Räder interessieren, bei der Eroica oder der Velo Classico Germany mitgefahren sind oder mit dem Gedanken spielen.

Wie Sie alte Fahrradschätze aufspüren und restaurieren“ lautet der Untertitel dieser wunderschön aufgemachten Neuerscheinung. Und genau hier setzt meine Kritik an: wer hier den Ratgeber erwartet, der aus einem interessierten Laien einen Vintage-Schrauber macht, ist falsch beraten. 

Es ist kein Schrauber-Handbuch. Wer noch nie ein Lenkkopf-Lager eingestellt oder ein Laufrad zentriert hat, wird dies auch nach der Lektüre dieses Buchs nicht beherrschen. Aus meiner Sicht ist das nicht schlimm: es gibt genug Bücher und Anleitungen, die diese Fertigkeiten didaktisch hervorragend vermitteln. Rennradfans, die schon seit den 70er oder 80er Jahren an Rädern herumgeschraubt haben oder sich später intensiv mit alten Stahlrädern auseinandergesetzt haben, werden somit wenig Neues im Buch finden, möglicherweise sogar den einen oder anderen Schraubertipp vermissen.
Auch über ein paar kleinere Ungenauigkeiten bei technischen Details kann man getrost hinweglesen.

Ebenso fehlen mir ein paar Tipps zu Online-Fundstellen und Bezugsquellen. Sicher sind Linkangaben in Büchern problematisch und können schon nach kurzer Zeit veraltet sein. Dennoch wäre ein Anhang (oder eine ergänzende Online-Sammlung?) gerade für den Einsteiger hilfreich.

Vintage Räder ist kein DIY-Handbuch sondern ein Einstieg, fast eine Einstiegsdroge. Ich habe den Text gelesen aber die Bilder genossen, sie förmlich aufgesogen. Es geht – für mich – in dem Buch darum, die Liebe zu alter Handwerkskunst zu wecken, zum Stöbern und Basteln anzuregen und neue Fans und Liebhaber für wunderschöne alte Stahlrennräder zu gewinnen. Und diesen Zweck erfüllt das Buch mühelos!

Vintage Räder
Wie Sie alte Fahrradschätze aufspüren und restaurieren

von Gianluca Zaghi
29,80 Euro inkl. 7% MwSt.
Hardcover, 208 Seiten im Format 24 x 16,5 cm
ISBN 978-3-95726-033-8
Bestellbar über diesen Link bei Covadonga und im gut sortierten Buchhandel!


Sixdays Bremen 2018: Paracycling

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Seit einiger Zeit zeige ich viele Fotos zuerst auf Instagram und häufig erst mit einiger Verzögerung hier im Blog.

In diesem Fall ist die Verzögerung doch etwas lang geworden – ich hatte mich kürzlich selber gewundert, dass die Fotos nicht im Blog auffindbar waren. Hiermit möchte ich dies wiedergutmachen.

Wie schon 2017 gab es auch in diesem Jahr während der Bremer Sixdays einen Paracycling-Wettbewerb. Wie schon 2017 trat auch Matthias Schindler, inzwischen deutscher Straßenmeister in der Klasse C3, im Bremer Oval an. Sein Kontrahent war diesmal der Straßenweltmeister C4, Tobias Vetter.

Matthias Schindler
Tobias Vetter

Ein hochkarätiges Rennen, wenngleich man die beiden Sportler aufgrund ihrer unterschiedlichen Behinderungen nur bedingt vergleichen kann. Umso überraschender war das Ergebnis: Matthias Schindler konnte sich klar gegen Tobias Vetter durchsetzen. Und das Wichtigste: der Wettbewerb fand nicht vor leeren Rängen statt, sondern wurde am Finaltag vor einem großen Publikum ausgetragen. Ein großartige Werbung für den Parasport, ein Stück mehr in Richtung Normalität!

Inzwischen hat Matthias Schindler seiner Sammlung weitere Titel hinzufügen können: 2018 wurde er sowohl Vize-Weltmeister wie Gesamt-Weltcupsieger im Straßenrennen! Tobias Vetter konnte zwar seinen Titel von 2017 nicht verteidigen, erreichte aber bei der WM im Zeitfahren einen hervorragenden vierten Platz.

Das Bremer Sechstagerennen (die Sixdays Bremen) finden natürlich auch 2019 statt: vom 10. bis 15. Januar drehen die internationalen und nationalen Radsportstars ihre Runden in der ÖVB-Arena. Sobald der Termin für den Paracycling-Wettbewerb feststeht, werde ich darüber berichten. Auch der Jedermann/Jederfrau-Wettbewerb „Dein Rennen“ wird im kommenden Jahr wieder in Bremen ausgetragen – die ersten Qualifikationsrennen wurden bereits ausgetragen!

Bahn-Weltcup Berlin 2018: Sprint (Männer)

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Die Besucher des letzten Tages des Bahnrad-Weltcups Berlin 2018 durften sowohl die Wettbewerbe der Ausdauerdisziplinen Madison und Omnium wie auch der Kurzzeitwettbewerbe Sprint und Keirin verfolgen. Im Sprint konnte sich Weltmeister Matthew Glaetzer (Australien) vor dem Niederländer Matthijs Buchli und dem Franzosen Rayan Helal durchsetzen.

Maximilian Levy schied im Viertelfinale gegen den späteren vierten Mateusz Rudyk (Polen) aus. Keirin-Europameister Stefan Bötticher kam nicht über das 16tel-Finale hinaus, was ihn nach dem siebten Platz im Keirin sicher nicht zufriedenstellen wird.

Alle Ergebnisse gibt es hier. Eine Übersicht der Bahn-Weltcup-Platzierungen ist auf Wikipedia zu finden. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Wikipedia-Benutzerin Nicola, die sich zur Aufgabe gemacht hat, dem Bahnradsport ein enzyklopädisches Denkmal zu setzen!

Übrigens beginnt bereits am 14.12. der nächste Weltcup in London!

Hinweis zur Kennzeichnung als Werbung: Der Link zu den Ergebnissen des Bahnrad-Weltcup führt zur Seite des Hauptsponsors und Zeitnehmers.

Bahn-Weltcup Berlin 2018: Madison (Frauen)

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Der Madison der Frauen gehörte zu den Highlights des Finaltags des Bahnrad-Weltcups Berlin 2018. Nicht ganz unerwartet konnten – wie schon bei der Bahn-EM 2017 – ein britisches Team die Goldmedaille mit auf die Insel nehmen.

Die Siegerinnen v.l.n.r.:

  • Julie Leth (Silbermedaille, Dänemark)
  • Emily Nelson (Goldmedaille, UK)
  • Laura Kenny (Goldmedaille, UK)
  • WM-Maskottchen 2020
  • Jolien D’Hoore (Bronzemedaille, Belgien)
  • Trine Schmidt (Silbermedaille, Dänemark)
  • Lotte Kopecky (Bronzemedaille, Belgien)

Das deutsche Madison-Duo Lea Lin Teutenberg und Franziska Brauße (im folgenden Bild zu sehen) kam auf einen ordentlichen zehnten Platz. Wir werden von diesen beiden jungen Sportlerinnen sicher noch mehr sehen!

Alle Ergebnisse gibt es hier. Eine Übersicht der Bahn-Weltcup-Platzierungen ist auf Wikipedia zu finden. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Wikipedia-Benutzerin Nicola, die sich zur Aufgabe gemacht hat, dem Bahnradsport ein enzyklopädisches Denkmal zu setzen!

Übrigens beginnt bereits am 14.12. der nächste Weltcup in London!

Hinweis zur Kennzeichnung als Werbung: Der Link zu den Ergebnissen des Bahnrad-Weltcup führt zur Seite des Hauptsponsors und Zeitnehmers.

Kristina Vogel: back on track

Kristina Vogel wurde kürzlich zur Radsportlerin des Jahres gewählt. Für die Verleihung des Preises durch Außenminister Heiko Maas kam sie zum Bahn-Weltcup ins Berliner Velodrom – dorthin, wo sie einige ihrer größten Erfolge feiern durfte. Ein bewegender Moment.

Neben Kristina Vogel wurde Maximilian Schachmann (auf den Gruppenfotos rechts neben Kristina) zum Radsportler des Jahres gewählt. Beiden einen herzlichen Glückwunsch!