Die MSR-Botschafter beim Personal Training

Melanie und Dennis, unsere beiden MSR-Botschafter, haben wir euch bereits vorgestellt. Inzwischen ist einige Zeit vergangen und Berlin und auch Mecklenburg sind erneut im Klammergriff sibirischer Kälte eingefroren. Doch obwohl das Rennradfahren eine Saisonsportart ist, bleiben immer noch diverse Möglichkeiten, die freie Zeit sinnvoll zu verbringen. Eine davon ist – nicht ganz Couchpotatoe, aber fast – der Besuch einer Radsportveranstaltung in einer kuschelig warm geheizten Halle wie dem Berliner Velodrom. Detlef Koepke, Veranstalter der Mecklenburger Seenrunde, hatte also kurzerhand unsere Botschafter zum Berliner Sechstagerennen eingeladen, was diese sichtbar genossen.

Fotos: © Florian Selig / www.florianselig.com

Nur vom Zusehen und Applaudieren wird man jedoch weder ausdauernd noch schnell. Obwohl die Beiden häufig auf dem (Mountain-)Bike unterwegs sind, gibt es für sie noch viel zu tun, um die Fitness für die Seenrunde im Mai zu erlangen. Vergangenen Freitag stand daher ein Termin in der PT Lounge Berlin an. Der Chef der PT Lounge, Mario Hollburg (auf dem Foto hinten links) persönlich erläuterte Melanie und Dennis sein Konzept, sie beim Training zu unterstützen und ihre – radsportbedingten – Defizite auszugleichen. Angefangen wird dabei mit einer klassischen Leistungsdiagnose mit Atemgasanalyse. Mario erklärt es so: Je länger der Radsportler in der Lage ist, im Feststoffwechsel zu arbeiten, desto größer ist sein (ihr) Leistungsvermögen. Diese Daten sollte man kennen, um sich im Training optimal auf den Wettkampf vorbereiten zu können. Als weiteren Baustein legte er ihnen das „Funktionale Training“ – sprich ein Ganzkörpertraining ans Herz: Radsport ist einseitiger Sport. Jeder kennt es. Sei es nach 100 km oder nach 150 km: entweder tut der Rücken weh oder irgendetwas anderes zwickt und zwackt. Durch die Krümmung des Körpers verkürzt sich die vordere Muskulatur. Hier können gezielte Übungen das Ungleichgewicht ausgleichen.

Gesagt – getan. Melanie durfte als erste die (schweißtreibende) Leistungsdiagnose über sich ergehen lassen. Dennis konnte sich derweilen aber auch nicht ausruhen: Sophie Neumann zeigte ihm (nicht weniger schweißtreibende) Übungen, mit denen er gegen die bekannten Schwachstellen ankämpfen kann. Den Abschluss sollte dann für beide eine Muskellockerung durch Faszienstimulation bilden. Obwohl beim Vorgespräch das eine oder andere „oh weh“ zu hören war, war die Begeisterung für dieses Angebot sichtbar groß.

Am Ende des Termins fassten Melanie und Dennis das Ergebnis zusammen. Melanie:

Ich weiß jetzt, mit welcher Herzfrequenz ich im Training fahren muss, um die Seenrunde zu rocken.

Bei einem weiteren Termin im Verlauf des Trainings ist bereits ein weiterer Check eingeplant, um herauszufinden, inwieweit sich ihr Körper dem Training angepasst hat. Training, Ernährung, Regeneration und Schlaf – auf diese Elemente wird sich Melanie, unterstützt durch Marios Tipps, fokussieren. Dennis fügte – halb scherzhaft – hinzu: Regeneration beginnt beim Schlaf und erntete damit ein herzhaftes Lachen. Die Trainingseinheit in der PT Lounge hat ihn darin bestätigt, bestimmte Trainingselemente zu verstärken. Seitlichen Dysbalancen, an denen er bereits seit einiger Zeit im Training erfolgreich arbeitet, wird er mit neuen Übungen zu Leibe rücken. Wir sind sehr gespannt, welche Fortschritte unsere Botschafter in den nächsten Monaten machen werden!

Alle Fotos: © Florian Selig / www.florianselig.com

Melanie bei der Leistungsdiagnose:

Dennis beim funktionalen Training:

Das Schaltauge – ein nerviges Wegwerfprodukt?

Rennradrahmen werden seit Jahren fast ausschließlich aus Aluminium oder Carbonfasern hergestellt. Früher, als Stahlrennräder üblich waren, konnte das Schaltauge (das Teil, an dem das Schaltwerk angeschraubt wird), untrennbar mit dem Rahmen verbunden sein. Bei einem Unfall verbog das Schaltauge schon mal, meist konnte dies jedoch wieder gerichtet werden. Selbst bei einem Abriss ließ sich bei einem Rahmenbauer häufig ein neues Schaltauge anlöten. Bei Aluminium- oder Carbonrahmen ist solch eine Reparatur hingegen kaum oder gar nicht möglich. Ein stark verbogenes Schaltauge käme heutzutage einem Totalausfall gleich. Daher werden Schaltaugen aus einem weicheren Material hergestellt und mit dem Rahmen verschraubt. Bei starker Krafteinwirkung kann sich das Schaltauge verformen (oder abreißen), ohne den Rahmen in Mitleidenschaft zu ziehen.

Also kein Bein(oder Rahmen-)bruch. Dann heißt es jedoch: woher bekomme ich ein neues Schaltauge? Im Idealfall bietet der Fahrrad- oder Rahmenhersteller selber einen Austauschservice an. Bei neueren Modellen kann dies funktionieren. Ist der Rahmen hingegen schon älter oder der Hersteller inzwischen nicht mehr aufzutreiben, hilft häufig nur die Suche nach einem Fremdfabrikat. Vor einiger Zeit durfte auch ich mich auf die Suche danach machen. Nach einem Unfall mit meinem schon etwas betagten Cube Agree benötigte ich Ersatz. Stefan, Betreiber des Fahrradladens Merileth, nahm das (zum Glück nur leicht verbogene) Originalschaltauge und verglich es mit einem Poster, auf dem alle Modelle 1:1 abgebildet waren. Wir hatten Glück: das Schaltauge passte. Wenn das Originalteil noch vorhanden und nicht abgebrochen ist, ist die Chance groß, auf diese Weise das passende Schaltauge zu finden.

Besser ist es jedoch, wenn konkrete Angaben vorliegen, für welches Rennradmodell das Ersatz-Schaltauge passt. Hier setzt z.B. der Service von Schaltauge24.de an: die Suche nach dem passenden Schaltauge erfolgt ausschließlich über die Fahrradmarke (d.h. Cube, Felt, Cannondale etc.) und anschließend über das jeweilige Modell. In einigen Fällen muss dann noch die Modellreihe nach Jahr bekannt sein, was die Entscheidung bei älteren Modellen oder Secondhand-Käufen erschweren kann.

Ronny Hartz

Ronny Hartz, Geschäftsführer des Triathlon- und Radsportgeschäfts Laktat³, hat diesen Service aufgrund eigener mühseliger Erfahrung ins Leben gerufen:

Wenn das für uns als Händler schon ein Riesenakt ist, dann wird das für den Endverbraucher nicht weniger zum Problem. Das war auch meine Idee dahinter, da wir endlose Stunden der Suche damit verbracht haben, die ich im Sommergeschäft gar nicht habe.

Gut, wenn auf den Unfall nicht noch ein Geduldsspiel folgt. Sehr gut: Schaltauge24.de garantiert eine 100%ige Kompatibilität zum Originalprodukt:

Alle unsere Schaltaugen sind 100% gleich den Original-Schaltaugen an Ihrem Fahrrad, da sie bei dem gleichen Hersteller produziert werden. [via Schaltauge24.de]

Schade jedoch, dass die meisten Schaltaugen nur in silberfarbig eloxiert, nicht jedoch farblich sortiert angeboten werden. Sicher: alles ist besser als nicht mehr mit dem heißgeliebten Renner fahren zu können. Allerdings ist die Optik des Rades für so Manchen von großer Bedeutung. Das Auge „fährt“ schließlich mit 🙂

Ein weiterer Online-Anbieter von Schaltaugen ist Schaltauge.de. Deren Auswahl ist größer, wodurch die Übersichtlichkeit jedoch leidet. Viele der angebotenen Modelle sind CNC-gefräst. Dies stellt eine kostengünstige Methode dar, Aluminium zu bearbeiten. Ob diese Schaltaugen dann von der Festigkeit (bzw. gewünschten Nachgiebigkeit) dem (meist kaltgeschmiedeten) Original entsprechen, sollte im Einzelfall hinterfragt werden.

Danke an Ronny Hartz für den Hinweis auf diesen Service und das zur Verfügung gestellte Foto!

Business Punk: Printanzeige für Besi & Friends – the sequel

Soeben erschienen: das neue Magazin Business Punk mit einer Anzeige für Besi & Friends / Rad statt Rollstuhl.

Der Verlag Gruner & Jahr unterstützt Rad statt Rollstuhl seit einiger Zeit mit großformatigen Anzeigen in seinen Printmagazinen. Den Anfang machten die Magazine 11Freunde und GEOSaison, mit Heft 05/2016 folgte dann die erste Anzeige in Business Punk.Das Foto entstand übrigens in den Lacets de Montvernier.

Ich freue mich, dass ich mit meinen Fotos der Vom Baggersee nach St. Tropez-Tour zum Gelingen dieser Anzeigen beitragen durfte! Die grandiose Umsetzung der Anzeigen erfolgte durch Louisa Moore von elektrodampf.

Sixdays Berlin 2017: Sprinter II

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