Trinkflaschen-Test in Cycle 4-2019

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Die Cycle – Zeitschrift für gute Fahrräder bat mich, für die Ausgabe 4-2019 zwei Tests beizusteuern: einen Rennradtest und einen Test von Fahrrad-Trinkflaschen.

Beide Tests sind in der aktuellen Print-Ausgabe zu finden (Bezugsquelle am Ende dieses Artikels). Da mir mehr Trinkflaschen zur Verfügung standen, als im Heft präsentiert werden konnten, möchte ich hier im Blog als Ergänzung die Trinkflaschen vorstellen, die es nicht ins Heft geschafft haben.

Das sind im Einzelnen:

  • Tacx Shanti
  • Eurobottle Green Bottle
  • Nalgene Atlantis
Tacx Shanti 750 ml

Tacx Shanti
Die zweite Flasche von Tacx im Test mit identischer Flasche – auch hier mit einer zu kleinen Öffnung. Für die Shanti hat sich Tacx einen Ventilverschluss einfallen lassen, der das Ausschwappen des Inhalts auch im geöffneten Zustand verhindert. Dennoch ist praktisch kein Widerstand beim Trinken zu spüren. Leider fehlt bei den Tacx-Flaschen die Materialkennzeichnung beim Deckel. Wie auch die Shiva muss die Shanti fest zugeschraubt werden, damit sie dicht ist. Im Vergleich zur Shiva deutlich teurer und bei ähnlichen Eigenschaften schlechteres Preis/Leistungs-Verhältnis.
Fazit: Sehr gut im Praxistest, sehr guter Verschluss. Im Vergleich zur Shanti jedoch etwas zu teuer für die Leistung

Plus/Minus
+ Praxistest. Verschluss.
– Dichtigkeit

Eurobottle Biobased

Eurobottle Green Bottle
Eurobottle ist eine Firma, die sich ausschließlich an Großkunden richtet. Es gibt kein Standardsortiment, alles wird nach Auftrag produziert. Damit gibt es praktisch keine Einschränkung bei den Gestaltungsmöglichkeiten. Im Angebot ist neben konventionellen Flaschen eine Flasche aus Bio-Ethanol, die wir im Test hatten. Sie leistet sich keine Schwächen und gehört sowohl bei den Materialeigenschaften als auch beim Praxistest zu den besten Flaschen. Die Flasche ist leider erst ab einer Mindestmenge von 300 Stück zu beziehen.
Fazit: Sehr gut Flasche mit nachhaltigem Konzept. Mein Tipp für Vereine!

Plus/Minus
+ Herstellung aus Bio-Ethanol, Öffnung, Praxistauglichkeit, Preis
– erst ab 300 Stück beziehbar

Nalgene Atlantis

Nalgene Atlantis
Die zweite Flasche von Nalgene. Trotz des sehr innovativen Verschlusses und der untypischen Form wird sie vom deutschen Vertrieb als fürs Rad geeignet beworben. Tatsächlich passt die Flasche in gängige Flaschenhalter, Öffnung, Transparenz und ml-Skala sind vorbildlich. Leider ist der Verschluss beim Radfahren öfter mal da, wo er nicht erwünscht ist: die Einhandbedienung klappt auf dem Fahrrad nicht so recht. Dass das Wasser aus der großen Trinköffnung fließt, ist ungewohnt und für Radsport nicht sinnvoll. Trotz des aufwändigen Verschlusses war eine der beiden Flaschen nicht dicht.
Fazit: Gute Trinkflasche für das Fitnessstudio oder die Wanderung. Für das sportliche Radfahren ist das Konzept nicht geeignet.

Plus/Minus
+ Große Öffnung. Befüllen, Mischen, Ausgießen.
– Verschluss. Dichtigkeit.

So haben wir gewertet:
Vergleichstest mit Prüfung der Materialeigenschaften in Bezug auf Geruch, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Check der Dichtigkeit, die Eignung fürs Befüllen und Mischen von Getränken und Praxistest am Rennrad (Handling).
Material: Geruch, Geschmacksveränderung; Umweltverträglichkeit: recyclebar, Produktion aus Recycling- oder Biomaterialien, Nachkaufmöglichkeit; Dichtigkeit: Prüfung nach 6 Stunden liegender Lagerung; Befüllen: Öffnen und Zuschrauben, Einfüllen von Pulver, Transparenz und ml-Skala zum Mischen mit Iso-Getränken; Handling: Einstecken und Herausnehmen aus dem Flaschenhalter während der Fahrt, Kraftaufwand beim Trinken (mit/ohne Handdruck).

Marke/Modell Tacx Shanti Eurobottle Green Bottle Nalgene Atlantis
Material
(Flasche/
Deckel)
PE/k.A. LDPE/LDPE Tritan(TM)
Copolyester / PP
Größen 500 ml / 750 ml 500 ml / 750 ml 600 ml
Made in Niederlande Niederlande USA/China
ml-Skala Ja (700 ml) nein Ja (550 ml)
Spülmaschinen-geeignet ja ja Ja (max. 80 Spül-
gänge)
Besonder-
heiten
Deckel verschließ-
bar.
Flaschen Shiva +
Shanti identisch.
Deckel einzeln
erhältlich.
Produziert aus 20% recyceltem Material.
Produktion nur auf
Bestellung (ab 300 St.).
*Preisangabe auf 300 St. bezogen.
Deckel
verschließbar.
Material
recyclebar
ja ja nein
Material biologisch abbaubar nein nein nein
Herstellung aus Bio-Ethanol nein ja nein
Material-
kennzeichnung (Flasche/
Deckel)
Ja/nein Ja/ja Ja/nein
Individuelle Bedruckung Blau-Transparent/diverse möglich nein
Farbe Möglich Transparent/diverse Blau/Transparent-Rot/Grau/Grün
Preis EUR 5,99 / 6,99 EUR 2,43* / 2,50* EUR 11,95
Hersteller
/ Vertrieb
Tacx Germany
GmbH,
Tel. 07529-9743-0,
shop.tacxgermany.de
Eurobottle B.V. /
dt. Vertrieb:
PERFACTS GmbH,
Tel. 02362 / 7854 100,
www.perfacts.de
RELAGS GmbH,
Tel. 08065 – 9039.0,
www.relags.de

Die Cycle ist im gut sortierten Zeitschriftenhandel oder direkt über den Verlag zu beziehen: www.wieland-verlag.com/cycle/aktuelle-ausgabe

P.S.: der coole Radsportler im Magazin kommt euch möglicherweise bekannt vor. Es handelt sich um „The Velobeard“ Georg Inderst.

Buchvorstellung: Vintage Räder

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Vintage Räder, die aktuelle Neuerscheinung des Covadonga-Verlags, zelebriert die Liebe zu der Zeit von Legenden wie Fausto Coppi, Eddy Merckx und anderer Helden der Landstraße, zu Stahlrennrädern, blank geputzten Aluschaltungen und Kettenblätettern. Eine Zeit, in der Fahrräder nicht am Computer entstanden, sondern aus der Erfahrung und dem Schweiß tausender Kilometer auf der Straße.
Das Buch zelebriert das Aufarbeiten von schönen alten Rädern mit passenden, gut gemachten Bildern, lesenwerten Texten sowie mit Essays mehr oder weniger bekannter Typen aus der Vintage-Szene.

Vintage Räder ist ein ideales Geschenk für alle Fahrradfans, die sich für alte Räder interessieren, bei der Eroica oder der Velo Classico Germany mitgefahren sind oder mit dem Gedanken spielen.

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Sixdays Berlin 2018: Auf Speed

Soeben erschienen: der Spiegel Online-Artikel von Holger Dambeck mit einer Auswahl meiner Fotos von Peter Bäuerlein, Stefan Schäfer und den Steherrennen beim 107. Berliner Sechstagerennen.

Hier eine Auswahl der verwendeten Fotos: 

Lichtpflicht – jetzt auch in modern!

Über das Thema Lichtpflicht habe ich bereits mehrfach geschrieben. Waren die Regelungen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) in Bezug auf die Beleuchtung am Fahrrad bis 2012 noch auf dem Stand der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts (vgl. meinen Artikel zur Lichtpflicht), so gab es 2013 durch eine kleine – und nicht sonderlich kompetente – „Revolte“ des Bundesrates eine Änderung, die die StVZO ein wenig an die aktuelle Technik anpasste.

Seit Jahresbeginn 2017 gelten – erstmalig, möchte man sagen – tatsächlich moderne Beleuchtungsregeln für den Radverkehr.

Quelle: www.pd-f.de / Bernd Bohle

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Das Schaltauge – ein nerviges Wegwerfprodukt?

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Rennradrahmen werden seit Jahren fast ausschließlich aus Aluminium oder Carbonfasern hergestellt. Früher, als Stahlrennräder üblich waren, konnte das Schaltauge (das Teil, an dem das Schaltwerk angeschraubt wird), untrennbar mit dem Rahmen verbunden sein. Bei einem Unfall verbog das Schaltauge schon mal, meist konnte dies jedoch wieder gerichtet werden. Selbst bei einem Abriss ließ sich bei einem Rahmenbauer häufig ein neues Schaltauge anlöten. Bei Aluminium- oder Carbonrahmen ist solch eine Reparatur hingegen kaum oder gar nicht möglich. Ein stark verbogenes Schaltauge käme heutzutage einem Totalausfall gleich. Daher werden Schaltaugen aus einem weicheren Material hergestellt und mit dem Rahmen verschraubt. Bei starker Krafteinwirkung kann sich das Schaltauge verformen (oder abreißen), ohne den Rahmen in Mitleidenschaft zu ziehen.

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