SARS-CoV-2 – umgangssprachlich „das Corona-Virus“ – hat (nicht nur) unser Land fast zum Erliegen gebracht. Wer kann, bleibt zu Hause, macht Homeoffice oder verbringt zumindest den Weg zur Arbeit „geschützt“ hinter dem Lenkrad. Dabei ist das Radfahren weiterhin erlaubt und wahrscheinlich die gesündeste Art, der Pandemie zeitweise aus dem Weg zu gehen. Erlaubt ist das Radfahren in Deutschland auf dem Weg zur Arbeit oder (allein bzw. mit Partnerin/Partner/Kindern) in der Freizeit.
Die aktuell gültigen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte der Bundesregierung können unter diesem Link nachgelesen werden.
Update: seit dem 20. April dürfen bundesweit alle Fahrradläden wieder öffnen!
Damit das Fahrrad seine wichtige Rolle in dieser Krise einnehmen kann, dürfen Fahrradläden geöffnet bleiben! Die genaue Definition ist hier jedoch Landessache, daher gelten in den Bundesländern zum Teil unterschiedliche Regeln. Eine gute Übersicht bietet das Branchenportal Velobiz.de. In Berlin dürfen Fahrradläden generell öffnen, in einigen Bundeländern nur Fahrradwerkstätten – der Verkauf von Neurädern ist hier untersagt.
Sven Marx fuhr mit dem Rad um die Welt. Start und Ziel war seine Heimat – Berlin-Weißensee. Und in Weißensee will Sven am 04. September von seiner Weltreise berichten: im Kino Toni am Antonplatz.
Wann? 04. September 2019, 18:30 Uhr
Wo? Kino Toni, Antonplatz 1, 13086 Berlin-Weißensee
Was? Multivisionsvortrag mit Livebericht durch Sven Marx.
Barrierefreiheit:
Das Kino kann mit dem Rolli befahren werden, die Toiletten sind barrierefrei, der Vortrag wird durch Gebärdendolmetscher simultan übersetzt.
Eintritt: 12 €, Tickets gibts unter www.kinoheld.de oder an der Abendkasse
Gerüchte gab es schon länger. Anfang Dezember kam die Bestätigung: die Berliner Fahrrad Schau ist Geschichte.
Nur einen Monat später wurde diese Lücke gefüllt: das Team von Rad Race kündigte die neue Berliner Fahrradmesse an: die kolektif Berlin bike fair war geboren. Am 08. März war es dann so weit: die kolektif öffnete ihre Tore im Motorwerk in Berlin-Weißensee.
Von Anfang an war klar, dass die kolektif nicht die BFS ersetzen konnte – eine Messe dieses Formats lässt sich nicht innerhalb weniger Wochen aus dem Boden stampfen. Andererseits schien der Bedarf nach einer anderen Messe auf Anbieterseite weiterhin vorhanden zu sein: die neue Messe war schnell ausgebucht und viele von der Fahrrad Schau bekannte Marken und Personen fanden ihren Weg nach Weißensee. Die größte Überraschung stellte wohl die Kooperation mit dem Fahrradversand Rose dar, der von vielen Kunden eher im klassischen Rennradmarkt verortetet wird.
Dass Rose inzwischen – wie schon Canyon vor einiger Zeit – den Markt des „Urban Cyclings“ für sich entdeckt hat, zeigte die offizielle Premiere der neuen limitierten CPTL-Serie als Messe-Opener. Dass mit dem szeneverbundenen Veranstalter Rad Race und dem traditionellen Radversender Rose zwei recht unterschiedliche Welten aufeinandertreffen, war trotz dem fast einheitlichen Erscheinungsbild in trendigem Schwarz deutlich erkennbar. Der Beifall für die Vernissage der neuen Marke Edel-Rose und der von Berliner Tape-Art-Künstlern neu gestalteten CPTL-Rahmen war dann auch eher höflich als euphorisch.
Sven Marx, weltumradelnder Weißenseer, ist wieder unterwegs. Montag Morgen fliegt er nach Japan, um einen 2.500 km-Trip durch den Süden des Landes zu unternehmen. Natürlich mit seinem neuen Reiserad, dem „Donkey junior“.
Sven am Antonplatz. Berlin-Weißensee
Ob er aufgeregt sei, fragte ich ihn während eines letzten Telefonats vor der Abreise. „Normal“ antwortete er. Nur, als er beim Packen etwas nicht finden konnte, da war er doch aufgeregt.
Ein fremdes Land, eine fremde Sprache, eine fremde Kultur: Und vielleicht auch fremde Verkehrszeichen? Sven ist da recht enspannt: „Du bekommst schon mit, was die Verkehrszeichen bedeuten. Vor Ort lernt man so etwas viel schneller, als zu Hause.“ Weiterlesen →
Sven Marx ist Weißenseer, Tauchlehrer, Motorradfahrer, Globetrotter. Aber er ist auch Radfahrer, Tumorpatient, Ehemann, Mutmacher. Einen Teil davon musste er aufgeben, einen anderen Teil hat er neu entdeckt.
Sven vor dem Kino Toni, Antonplatz
In der DDR war Sven Hausmeister und schraubte „nebenberuflich“ an alten Wehrmachtsmotorrädern und US-Maschinen, die er unter abenteuerlichen Umständen sowjetischen Soldaten abkaufte. Nach der Maueröffnung lebte Sven einige Jahre in Ägypten, wo er als Tauchlehrer arbeitete. 2009 wurde ein lebensbedrohlicher Tumor festgestellt, der in seinem Kopf entstanden war. Eine OP war – weitgehend – erfolgreich, Sven danach jedoch ein Pflegefall. Seine Freundin hielt zu ihm, unterstütze und – heiratete ihn.
Das Radfahren – für viele Menschen alltägliches Sportgerät oder Verkehrsmittel – wurde für Sven zum Bestandteil seiner Therapie.
Ich fuhr fortan jeden Tag Rad. Mein erstes Ziel war das Brandenburger Tor (7 km entfernt von meiner Haustür) nach zwei Monaten war es geschafft.
Vom Hilfsmittel bei der Reha zum Hobby und Lebensinhalt war es dann nur noch ein „kleiner“ Schritt:
Mittlerweile war ich in 23 europäischen Ländern, den USA und habe dreizehn Hauptstädte mit dem Rad besucht. Insgesamt habe ich 35.000 km zurückgelegt …
2011 erhielt er erneut eine schwere Diagnose: schwarzer Hautkrebs, ebenfalls lebensbedrohlich, ebenfalls durch Operationen in Schach zu halten. 2014 lernte Sven Karl Grandt kennen, der mit seiner Initiative „Inklusion braucht Aktion“ dazu beitragen will, Krankheit und Behinderung als Teil unseres Lebens anzusehen, Kranke und Behinderte folglich an allen Facetten des sozialen Lebens teilhaben zu lassen. Für Sven Wasser auf die Mühlen. Durch seine Vorträge hat er erlebt, wie viel Motivation und Unterstützung Menschen in vergleichbaren Lebenssituationen durch sein Beispiel erfahren. 2015 wird er mit Karl für „Inklusion braucht Aktion“ in die Pedale treten. Sven sieht dies als eine neue Etappe in seinem langfristigen Plan, die Welt bis 2017 mit dem Rad zu erfahren.
BikeBlogBerlin traf „Sven Globetrotter“ in seinem Heimatbezirk Weißensee und ließ sich den Bezirk während einer Radtour vorstellen. Mehr über Sven erfährt man auf seiner Webseite Sven Marx – Vom Pflegefall zum Globetrotter auf dem Rad.
Im neuen Jahr kann man Sven wieder mit seinem Vortrag „Vom Pflegefall zum Globetrotter auf dem Fahrrad“ sehen. Demnächst wird dann auch der neue Vortrag „Die Route 66, der Donkey und ich“ zu sehen sein. Die Termine sind auf seiner Webseite zu finden. BikeBlogBerlin wird darauf gesondert hinweisen. Alle Zitate stammen ebenfalls von der o.g. Webseite.
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