Donkey Republic – neues Bikesharing-System in Berlin

Der niederländische Bikesharing-Provider Donkey Republic ist nun auch in Berlin vertreten: seit letzter Woche sind in der Innenstadt viele auffallend orange gefärbte Räder zu sehen.

Donkey Republic Stadtmitte

Grundsätzlich: prima! Aus Radfahrersicht kann es wohl kaum zu viele Angebote für Radfahrer geben.

Platzierung (an von Touristen stark frequentierten Orten), Verleihdauer (mindestens 2 Stunden) und Bewerbung (bisher ausschließlich englisch) der Räder deuten darauf hin, dass das Angebot primär auf Touristen ausgerichtet ist.

Auch dies finde ich sinnvoll. Es ist ärgerlich, wenn man als Tourist in eine andere Stadt kommt, Leihräder sieht und feststellen muss, dass man jährliche Gebühren entrichten muss oder seinen Wohnsitz in der jeweiligen Stadt oder dem Land haben muss, um ein Rad entleihen zu können.

Donkey Republic funktioniert anders. Das Anmelden und Ausleihen erfolgt nahezu in einem Vorgang: App auf das Smartphone herunterladen, Ausleihort („Hub“) und Rad auswählen, bezahlen. Fahrrad entsperren, nutzen, wieder am Ausleihort abgeben (wichtig, da der Verleihvorgang andernfalls sehr teuer wird).

Donkey Republic setzt europaweit auf Affiliate Marketing – eine Idee, eine Website / App aber lokale Unternehmer, die die Hardware bereitstellen. Berliner Affiliate-Partner ist die fahrradstation.

Die Berliner Donkeys sehen robust aus, verfügen über leistungsfähige V-Brakes, Nabenschaltung, haben zwei Gepäckträger und solide Schwalbe Marathon Plus-Bereifung. Bei der Beleuchtung bin ich ein wenig skeptisch. Es handelt sich anscheinend um Front- und Rückleuchten der in Deutschland kaum bekannten Marke IFlash. Detaillierte Informationen hierzu liegen mir nicht vor, aufgrund des Aufbaus und der Funktionsweise gehe ich davon aus, dass die Beleuchtung nicht über eine StVZO-Zulassung verfügt. Wenn dies so wäre, würden die Nutzer unbewusst eine Ordnungswidrigkeit begehen. Die Firma DonkeyRepublic ApS weist die lokalen Partner in den Nutzungsbedingungen unter 3.7 ausdrücklich auf die Einhaltung der jeweiligen nationalen Vorschriften hin. Sollte meine Vermutung richtig sein: wer haftet, falls ein Nutzer nach einem Unfall in der Dunkelheit wegen der fehlenden StVZO-Zulassung haftbar gemacht wird? Wie gesagt, sicher kann der Berliner Betreiber dies aufklären.

Donkey Republic setzt europaweit auf Affiliate Marketing – eine Idee, eine Website / App aber lokale Unternehmer, die die Hardware bereitstellen. Berliner Affiliate-Partner ist die fahrradstation.

Ein lokaler Radhändler, der also Bedürfnisse und Wünsche der lokalen Kunden kennen sollte. Verwunderlich, dass genau dieser Händler in der Innenstadt seine Räder genau dort platziert, wo Fahrradpendler („Commuter“) und andere Menschen, die bewusst das Auto stehen lassen, ihre Räder abstellen wollen / müssen.

Die Fotos wurden mitte letzter Woche am frühen Abend aufgenommen. Am darauffolgenden Mittag standen an dieser Stelle acht Räder. Vier davon waren die bis Freitagabend ungenutzen Donkey Bikes. Jeder Laternenpfahl, jeder Radabstellplatz war besetzt. Es geht auch anders: LIDL-Bike hat es vorgemacht.

Liebe Leute von der fahrradstation: super, dass Ihr den Besuchern unserer Stadt eine simple und umweltfreundliche Möglichkeit bietet, Berlin von seiner schönsten Seite zu erfahren. Aber bitte nicht auf Kosten der Fahrradpendler! Stellt eure Räder bitte dort ab, wo sie keinen Radabstellplatz wegnehmen.

Storck produziert Besi & Friends-Teamrad

Ab sofort gibt es nicht nur die Besi & Friends-Teambekleidung, sondern auch ein Besi & Friends-Teamrad! Basis ist das erprobte Storck Scenero, ausgestattet mit der mechanischen Shimano Ultegra.

Das Rad soll 2.400 € kosten. 100 € davon gehen direkt an die Nathalie Todenhöfer-Stiftung! Bestellen kann man das Besi & Friends-Teamrades bis zum 31.05.2017. Alle Details zu diesem Angebot gibt es auf der Facebook-Seite von Storck. Weiterlesen

Berliner Fahrradschau – Trend Gravel & Bikepacking

Cyclocross

Gravel? Bikepacking? Vor wenigen Jahren noch gab es Mountainbikes und ein Nischenprodukt namens „Cyclocross“ . Und es gab Reiseräder. Das eine waren Räder mit dicken Rohren und dicken Reifen, die von verrückten Menschen auf Strecken, die normale Menschen nur mit einer Risikolebensversicherung zu Fuß zurücklegten, gefahren wurden. Cyclocross war hingegen der amerikanische Begriff für „Radcross“ und bezeichnete ursprünglich  einen Sport, der mit Rennrädern mit Stollenreifen in Sand und Matsch ausgetragen wurde – also einen ziemlichen Unsinn. Weiterlesen

Das Schaltauge – ein nerviges Wegwerfprodukt?

Rennradrahmen werden seit Jahren fast ausschließlich aus Aluminium oder Carbonfasern hergestellt. Früher, als Stahlrennräder üblich waren, konnte das Schaltauge (das Teil, an dem das Schaltwerk angeschraubt wird), untrennbar mit dem Rahmen verbunden sein. Bei einem Unfall verbog das Schaltauge schon mal, meist konnte dies jedoch wieder gerichtet werden. Selbst bei einem Abriss ließ sich bei einem Rahmenbauer häufig ein neues Schaltauge anlöten. Bei Aluminium- oder Carbonrahmen ist solch eine Reparatur hingegen kaum oder gar nicht möglich. Ein stark verbogenes Schaltauge käme heutzutage einem Totalausfall gleich. Daher werden Schaltaugen aus einem weicheren Material hergestellt und mit dem Rahmen verschraubt. Bei starker Krafteinwirkung kann sich das Schaltauge verformen (oder abreißen), ohne den Rahmen in Mitleidenschaft zu ziehen.

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Spurcycle Bell – wenn Glocke, dann diese!

DSC_0002_300pxEs geschieht nicht oft, dass ich im Fahrradraum meiner Firma etwas sehe, das meine Neugier weckt. Vor einigen Tagen hatte ich solch einen Moment: an einem schicken Stadtflitzer von Bella Ciao sah ich eine Fahrradglocke, die mich in ihrer Schlichtheit sofort begeisterte.

Auf der Firmenwebsite von Bella Ciao konnte ich diese Glocke nicht entdecken. Auch im Internet wurde ich nicht fündig. Dann sah ich ein Foto beim Surfen auf Pinterest. Über Umwege konnte ich dadurch auch die Firma herausfinden, die diese Glocke produziert: Spurcycle.

Spurcycle produziert Accessoires für Radfahrer. Klares, schlichtes Design, hochwertige Materialien, viel Handarbeit und ein entsprechender Preis zeichnen diese Produkte aus. Bei der Spurcycle Bell kommt noch ein entsprechender – schöner – Klang hinzu:

Alle Produktfotos dieser Galerie: © Spurcycle

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