1.250 Radfahrer beim Ride of Silence in Berlin

Der Ride of Silence wurde dieses Jahr zum dritten Mal in Deutschland begangen und auch Berlin war gestern erneut dabei. Nach Angaben des ADFC gedachten 1.250 Radfahrerinnen und Radfahrer auf einer zweistündigen Radfahrt durch Berlin der im Straßenverkehr Getöteten.

Der Ride of Silence fand neben Berlin in mehr als 450 Städten auf der ganzen Welt statt. In Berlin hatte der ADFC gemeinsam mit dem Volksentscheid Fahrrad und den Initiativen Autofrei Leben e.V. und Fahrradbande zu der Veranstaltung aufgerufen.
[Pressemitteilung des ADFC-Berlin].

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„Kostenschätzung Radentscheid – Senat betreibt gezielte Desinformation“

Volksentscheid Fahrrad-Logoso beschreibt der Grünen-Abgeordnete Stefan Gelbhaar die Kostenschätzung des Berliner Senats zum geplanten Volksentscheid Fahrrad.
Der Berliner Senat hat viel Zeit damit verbracht, eine Kostenschätzung zum Radentscheid zu erarbeiten. Offensichtlich war der Aufwand hoch, für nahezu jeden Posten hohe Kosten zu ermitteln. Hohe Kosten – oder übertriebene Kosten? So entsteht eine Schätzung von über 2 Milliarden Euro (siehe Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) im Vergleich zur Schätzung der Initiative Volksentscheid Fahrrad, die 320 Millionen Euro beträgt.

Hier ein Beispiel von mehreren, die von Gelbhaar nachgerechnet wurden: Weiterlesen

Bewährungsstrafen nach tödlichem Rennen – ein Urteil mit fragwürdiger Aussage

© Michael Grabscheit / pixelio.de

© Michael Grabscheit / pixelio.de

Ich beteilige mich ungern an Kritik an der Justiz, wenn ich einen Fall nicht genauer betrachten konnte. Verglichen mit vielen – wohl den meisten – Staaten der Welt können wir froh sein über unser Justizsystem.
Dennoch gibt es immer wieder Urteile, die fragwürdig sind und bei denen man sich fragen muss, welche Wirkung sie auf Täter und Gesellschaft haben werden.

Dieses Urteil gehört dazu:
Ein illegales Autorennen.
Anders ausgedrückt: eine Kamikazefahrt mit der bewussten Inkaufnahme von Kollateralschäden. Der „Kollateralschaden“ ist in diesem Fall ein getöteter Taxigast und mehre Verletzte.
Das Urteil: Bewährungsstrafe und ein einjähriger Führerscheinentzug für die beiden 20-jährigen Täter wegen

“ fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung“
[via Spiegel Online]

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Prag: Bike to Heaven. Ein Denkmal.

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Man kann in Prag nicht Rad fahren. Heißt es. Wegen der Berge. Die Topographie setzt der Eigenbewegung Grenzen. Man kann in Prag auch nicht Auto fahren. Eigentlich. Wegen der Berge. Wegen der Moldau. Wegen der engen, verwinkelten Altstadtstraßen und denkmalgeschützten Gebäude. Wegen der Gärten und Parks.

[aus: Bettina Hartz: „Bike to Heaven. Fahrradszene Prag.“ in: fahrstil nr. 15. antrieb, S. 15]

Es gibt Menschen die dies tun. Rad fahren. In Prag. Es werden ständig mehr. Während Bettina Hartz 2013 im oben genannten fahrstil-Artikel noch ein eher pessimistisches Bild der Situation der Radfahrer in der „goldenen Stadt“ zeichnet, war ich in diesem Jahr sehr beeindruckt, eine moderne, junge und fahrradfreundliche Stadt vorzufinden. Möglicherweise hatte ich dieselbe Brille auf, die auch Berlin-Besucher häufig tragen, wenn sie vom Radverkehr hierzulande schwärmen. Eventuell liegt die Wahrheit – wie so oft – in der Mitte.

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Ride of Silence: Weltweites Gedenken am 20. Mai

RoS_Classic_LCIn Berlin und mehr als 300 Städten weltweit, in 26 Ländern, auf sieben Kontinenten und zum zwölften Mal radeln am Mittwoch, 20. Mai um 19 Uhr, Radfahrer durch ihre Stadt: in weißer Kleidung, schweigend, dem Anlass entsprechend.

Zur ersten Teilnahme Berlins am Ride of Silence ruft die Initiative Clevere Städte zusammen mit Vertretern von Bündnis90/Die Grünen und Piraten, autofrei leben! e.V., Autofreies Kreuzberg und der Berliner Fahrradschau auf. Vom Brandenburger Tor geht es in besinnlichem Tempo zu den Orten der letzten tödlichen Radverkehrsunfälle. Damit wollen sie der Getöteten und ihrer Familien gedenken und ein Zeichen für mehr Aufmerksamkeit an die Stärkeren senden. Weiterlesen