Bahn-EM 2017 im Berliner Velodrom

In knapp zwei Wochen ist es so weit: die 2017 Elite Track European Championships finden vom 19.-22. Oktober in Berlin statt. 30 Nationen werden im Berliner Velodrom mit dem bekanntermaßen schnellen Holzoval erwartet. Genau rechtzeitig wurde die hierfür komplett neu errichtete Bahn aus sibirischer Fichte fertig:

Auf der nach 20 Jahren erneuerten Piste bescheinigten alle Fahrer und Schrittmacher der neuen Bahn einen guten Zustand, der Fahrbahnbelag wird auch in Zukunft schnelle Zeiten zulassen … [via Turus.net]

Aus Berliner Sicht ist die Teilnahme der Lokalmatadoren im Sprint, Robert Förstemann und Maximilan Levy besonders erfreulich. Förste, der nach seinen Rückenproblemen hart um die Rückkehr in die Nationalmannschaft kämpfen musste, ist für die EM nominiert – möglicherweise erneut als Anfahrer der Sprint-Mannschaft.

Maximilian Levy / Robert Förstemann

Ein weitere guter Bekannter in Berlin, der deutsche Meister (und Europameister 2014/2016) Stefan Schäfer, wird (gemeinsam mit Schrittmacher Peter Bäuerlein) neben dem Aachener Robert Retschke, dem Nürnberger Thomas Steger und dem Cottbuser Franz Schiewer um den Titel der Steher kämpfen. Auch Retschke, Steger und Schiewer sind in Berlin keine Unbekannten. Schade, dass das Berliner Nachwuchstalent Marcel Bartsch nicht mehr aktiv auf der Bahn ist.

Peter Bäuerlein / Stefan Schäfer

Bei den Frauen ist zuerst die herausragende Kristina Vogel (zweimalige Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin!) zu nennen, die u.a. im Keirin ihrer Favoritenrolle gerecht werden will. Auch die Berlinerin Charlotte Becker (u.a. Mannschaftsweltmeisterin im Zeitfahren 2012) ist im Aufgebot. Aus Tschechien wird bei den Sprintern ebenfalls ein bekanntes Gesicht dabei sein: Tomáš Bábek, der in diesem Jahr sowohl beim Bremer wie auch beim Berliner Sechstagerennen am Start war. Neben einigen amtierenden Europameistern werden auch Olympiasieger am Start sein, mit Katie Archibald, Elinor Barker, Philip Hindes, Callum Skinner und Steven Burke allein fünf aus Großbritannien.

v.l.n.r. Levy/Eilers/Vogel/Nate Koch/Bábek/Hindes (rechts: Enders)

Für ein hochkarätiges Sportprogramm ist also gesorgt – jetzt fehlen nur noch die Fans. Einzeltickets sind ab 10,90 € über die Seite der Bahn-EM zu bekommen. Das Ticketpaket für alle vier Tage (Sitzplätze) kostet 88 €.

Übrigens hat sich auch Sonnyboy und Publikumsliebling Nate Koch angekündigt! Obwohl er deutsche Vorfahren hat, jedoch nur als Zuschauer bzw. für PR-Zwecke.

BikeBlogBerlin freut sich auf eine spannende Bahn-EM 2017!

Hier das erweiterte Aufgebot des Bund Deutscher Radfahrer:

Ausdauer Frauen: Charlotte Becker (Hitec Products), Lisa Brennauer (Canyon SRAM), Romy Kasper (Alé Cipollini), Lisa Klein (Cervelo Bigla), Mieke Kröger (Canyon SRAM), Lisa Küllmer (RSC Cottbus) und Gudrun Stock (RC Die Schwalbe München)

Ausdauer Männer: Maximilian Beyer (Maloja Pushbikers), Felix Groß (rad-net ROSE), Lucas Liss (rad-net ROSE), Theo Reinhardt (rad-net ROSE), Nils Schomber (rad-net ROSE), Kersten Thiele (rad-net ROSE) und Domenic Weinstein (rad-net ROSE)

Kurzzeit: Pauline Grabosch (Team Erdgas 2012), Kristina Vogel (Team Erdgas 2012), Miriam Welte (1. FC Kaiserslautern), Maximilian Dörnbach (Team Erdgas 2012), Joachim Eilers (Chemnitzer PSV), Eric Engler (Track Team Brandenburg), Robert Förstemann (RSC Cottbus), Maximilian Levy (Team Erdgas 2012) und Max Niederlag (Chemnitzer PSV)

Steher: Stefan Schäfer (Cottbus), Franz Schiewer (Cottbus), Thomas Steger (Nürnberg) und Robert Retschke (Aachen).
[via Facebook-Seite der Bahn EM 2017]

103. Berliner Sechstagerennen: Tag 5

Der fünfte und vorletzte Tag des Berliner Sechstagerennens zeigte erneut, dass diese Veranstaltung in Berlin weiterhin zuhause ist und ihre Berechtigung hat. Vor gut gefüllten Rängen gab es wieder eine gelungene Mischung aus Show und Hochleistungssport. Dass Frank Zander für einen Teil des Publikums ebenso zu den 6days gehört wie der Sport an sich, haben viele der jüngeren Besucher wie auch die zahlreichen anwesenden Nicht-Berliner mit Fassung tragen können (oder müssen). Erst spät in der Nacht lichteten sich die Reihen – dass der folgende Tag ein normaler Arbeitstag sein würde wurde von Vielen lange Zeit verdrängt.

Emotionen

Zuvor fand jedoch noch ein emotionales Highlight statt: der schweizer Radsportler Franco Marvulli beendet mit dem Ende des 103. Sechstagerennens seine Bahnradkarriere. Zur Verabschiedung bildeten alle Radfahrer ein Spalier, das Franco zweimal durchfuhr: einmal in seinem Teamtrikot, ein weiteres Mal in einem extra für ihn angefertigten „I love Berlin“ – T-Shirt.

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103. Berliner Sechstagerennen: fliegender Wechsel

Eine der beeindruckendsten Techniken im Radsport ist mit Sicherheit der „Schleudergriff„, den Bahnprofis im Schlaf beherrschen. Da bei Sechstagerennen das 2er-Team immer durch den aktiv fahrenden Partner gewertet wird, der passive Partner sich hingegen ausruhen kann, muss der Wechsel nahezu ohne Zeitverlust erfolgen. Dies erreichen Bahnfahrer dadurch, dass der langsamere Fahrer von der oberen Bahnhälfte kommt, dabei vom schnelleren Partner „eingefangen“ wird und durch eine Schleuderbewegung auf dieselbe Fahrgeschwindigkeit beschleunigt wird. Dass dies bei Geschwindigkeiten oberhalb 40 km/h passiert, macht den Vorgang nicht einfacher.

Alle Bilder wurden am „Familientag“ des Berliner Sechstagerennens aufgenommen.

103. Berliner Sechstagerennen: Tag 2 – meet and greet with team „Island 200“

Meet & Greet with Guy East and Daniel Holloway (Team „Island 200“) and Guy’s sponsor David (CEO of Stoemper Bikes). Had a nice evening with a lot of talks, lots of photos and – of course – a lot of beer (for us, not for Guy and Daniel). Here are some of the photos – more will follow!

Thanks to Darren from 4CYCLISTS.CC and David for the invitation!