Beinahe…

hätte es mich erwischt. Oder ist das nur Paranoia?

Auf dem Heimweg bog ein PKW vor mir von links in die Straße ein, die ich gerade befuhr. Es war dunkel, daher war es mir unmöglich zu erkennen, ob der Fahrer mich gesehen hatte oder nicht. Ich habe – wenn es sein muss – eine laute Stimme. Da hilft auch kein Autoradio. Den Fahrer also angebrüllt, sicherheitshalber nach rechts in die nächste (glücklicherweise vorhandene) Parklücke eingeschert. Weitergebrüllt.

Der Fahrer muss völlig verdattert gewesen sein, er hielt mitten auf der Straße an. Als ich wieder halbwegs normal denken konnte bin ich weitergefahren, nicht ohne einen wütenden Ausruf (aber nicht! unflätig) in seine Richtung zu senden. Für eine Diskussion über Rücksicht und Gefährdung von Radfahrern war ich immer noch zu aufgebracht, außerdem musste ich weiter.

Habe ich Glück gehabt, dass ich nicht zwischen diesem ignoranten Abbieger und den parkenden Autos eingeklemmt wurde, oder hat er mich gesehen, und meine Aufregung war völlig umsonst?

Wenn ich diese Frage vor Ort vorab hätte beantworten können, wäre ich wohl etwas ruhiger geblieben. So war die Variante, als lebendes Schleifpapier die rechte PKW-Seite gestalten zu dürfen, recht naheliegend.

Liebe Autofahrer, falls Ihr das lest: ein Auto ungebremst auf sich zufahren zu sehen ist so ziemlich das Letzte, was ein Radfahrer genießen kann. Auch, wenn Ihr die Situation aus Eurer Sicht im Griff haben solltet: Lasst es. Ihr kommt sicher genauso schnell an, wenn ihr uns unsere Vorfahrt auch optisch belasst – und wir Radfahrer leben vielleicht ein paar Tage länger, weil unser Herz nicht ganz so stark schlagen muss…

Danke sagt

Ihr / Euer BikeBloggerBerlin

Die Frühjahrskur fürs Fahrrad

Text von http://www.stadtvertrag-klimaschutz.de/zum-projekt/aktionen-projekte/winter-ade.html:

Der Stadtvertrag Klimaschutz unterstützt die BerlinerInnen bei ihrem Engagement für den Klimaschutz mit einem ganz konkreten Geschenk:

Vom 15. – 19. März 2010, bietet das Bündnis kostenlose und öffentlich zugängliche Fahrradreparaturtermine an. Mit diesem Geschenk möchte der Stadtvertrag Klimaschutz die Fahrradsaison möglichst früh im Jahr einläuten.

Hier die genauen Termine (jeweils von 9-17 Uhr):

  • 15. März: Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Berlin,  Mehringdamm 14, 10961 Berlin
  • 16. März: Hauptgebäude der TU, Straße des 17.Juni 135, 10623 Berlin
  • 17. März: DGB-Bundesvorstand, Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin!
  • 18. März: IHK Berlin, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin
  • 19. März: BUND Berlin, Crellestraße 35, 10827 Berlin

Ziel der Aktion ist es, möglichst viele BerlinerInnen dazu zu bewegen nach diesem harten Winter wieder auf das klimaverträgliche Verkehrsmittel Fahrrad umzusteigen.
Jeweils zwei Fahrradmechaniker kümmern sich kostenlos um die Fahrräder der KlimaschützerInnen Berlins und reparieren bei Bedarf zum Beispiel Bremsen und Schaltung. Fehlende Kleinteile werden gratis ersetzt.

Unterstützt wird die Aktion von den qualifizierten Fahrradmechanikern der Fahrradstation.

Das sollte man/frau nutzen

findet Ihr / Euer BikeBloggerBerlin

Ich wollte

hier keine Unfallberichterstattung durchführen. Ich dachte, ok, das wird überall gemacht, das muss reichen. Die Unfallzahlenstatistik 01-11/2009 zeigte einen „Aufwärtstrend“ zu weniger tödlichen Unfällen.

Jetzt habe ich mich an den Rechner gesetzt und bei den „Kollegen“ ein wenig stöbern wollen, was die so neues gefunden haben. Anregungen halt. Und dann das:

http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/12/10/radfahrerin-bei-verkehrsunfall-in-tempelhof-schoeneberg-toedlich-verunglueckt/

und dies:

http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/12/14/toedlicher-abbiegeunfall-in-pankow/

Zwei ähnliche, tödlich verlaufene Unfälle zwischen LKWs und Radfahrern innerhalb von nur einer Woche.

Und das kopfschüttelnde Fragen: lernt denn Niemand dazu?

LKW-Fahrer und -Besitzer: es gibt inzwischen Spiegel, die den toten Winkel minimieren. Warum sieht man diese so selten – oder warum werden sie nicht genutzt?

Politik und Verwaltung: warum wird nur zugesehen und nicht massiv Geld in Aufklärung und Unfallvermeidung durch bauliche Maßnahmen investiert?

Und, leider auch diese Frage an Radfahrer: warum vertrauen so viele immer noch darauf, dass „die Autofahrer“ schon aufpassen werden?

Betroffen.

Ihr / Euer BikeBloggerBerlin

Nochmal fahrrad.markt.zukunft.

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Tja, was soll man dazu sagen?

Da findet nun schon eine Fahrradmesse in Berlin statt, und dann ist es nur eine (1!) Halle neben der großen Messe Boot & Fun, in der nicht einmal ein halbwegs repräsentativer Querschnitt der deutschen Radwirtschaft vertreten war.

Das, was gezeigt wurde, war teilweise sehr interessant, gerade im Bereich Pedelecs (elektro-unterstützte Fahrräder), bei Liegerädern oder auch bei den Trial-Vorführungen. Aber für (mit Ermäßigung) 7 € nicht wirklich lohnend. Schade, so vergibt man eine Chance!

Hier ein paar Impressionen:

Fahrradmesse Berlin 2009

Fahrradmesse Berlin 2009

Fahrradmesse Berlin 2009

Fahrradmesse Berlin 2009

Wir schauen nächstes Jahr sicher wieder vorbei, aber mit einer deutlich größeren Erwartung – ein Jahr Zeit, hier eine wirklich Hauptstadt-taugliche Messe zu etablieren

findet

Ihr / Euer BikeBlogger