Reaktionen auf den Kampfradler …

Etwas schockiert möchte ich nur kurz auf den Artikel des Kollegen Malte von radverkehrspolitik.de verweisen:

Problematisch scheint zu sein, dass mancher Kraftfahrer nach der Eingabe des Suchbegriffes „Kampfradler“ in einer beliebigen Suchmaschine plötzlich auf dieser Seite herausgestolpert kommt. Obwohl ich mit der gestrigen Stern-TV-Sendung überhaupt nichts zu tun habe, nicht einmal Bernhard heiße und seine Meinungen nur sehr bedingt teile, mit Marco aber wenigstens die beiden ersten Buchstaben im Vornamen teile, wurden mir einige, naja, bereits bekannte Ansichten unterbreitet. [via „ich fahr dich um du fotze“: Reaktionen auf den Kampfradler]

Diese Ansichten sind in Maltes Blog auszugweise nachzulesen. Ich empfehle, den ganzen Artikel zu lesen.

Zwei Reaktionen meinerseits:

  1. Kopfschütteln über solche Reaktionen.
  2. Ich fühle mich bestärkt darin, dass uns der Begriff „Kampfradler“ mehr schadet als nützt.

Schnelles Radfahren verlängert das Leben oder: Kette rechts!

Diese Schlussfolgerung ergibt sich aus einer Langzeitstudie, die dänische Kardiologen an über 5000 Einwohnern Kopenhagens durchgeführt haben. Die Kernaussage lautet:

Our findings indicate that the relative intensity, and not the duration of cycling, is of more importance in relation to all-cause and coronary heart disease mortality. Thus our general recommendations to all adults would be that brisk cycling is preferable to slow.

[via European Journal of Cardiovascular Prevention & Rehabilitation February 21, 2011]

(Übersetzung BBB: Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht die Dauer des Radfahrens sondern die relative Intensität eine größere Bedeutung in Beziehung auf allgemeine Sterblichkeit und Sterblichkeit aufgrund koronarer Hererkrankung hat. Daher wäre unsere generelle Empfehlung an alle Erwachsene, dass flottes Radfahren langsamem Radfahren vorzuziehen ist.)

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Fahrradallergie

© Dirk Schindelbeck

Aktive Radsportler kennen die Symptome: kaum sitzt man auf dem Rad, geht es los. Es läuft und läuft und läuft. Leider nicht nur das Rad, sondern auch und vor Allem: die Nase. Gerade in der kühlen Jahreszeit ist der stillschweigend gehegte Wunsch vieler Radsportler: gäbe es doch Omas Kaffeekannentropfenfänger auch für Nasen! Schließlich macht es keinen Unterschied, was tropft. Unschön ist es in jedem Fall.

Wie schön wäre es doch, könnten dann viele Sportler einmütig dieses Sonett rezitieren:

O stiller Helfer, konntest so verschwiegen
sanft saugend unter Kaffeekannentüllen,
den Wunsch nach Rundum-Sauberkeit erfüllen,
Millionen deutscher Hausfraun zum Vernügen.

Dank deiner rann kein Tropfen mehr wie früher
herab, das Spitzendeckchen braun berändernd.
Du, alle Anstandskurse tief verändernd,
warst unser segensreichster Volkserzieher.

Am Henkel war durch Gummizug das gute
praktische Saugeröllchen eingehakt,
der Tropfenwächter jeder Kannenschnute.

Mit Dir, du kleinem schnödem Alltagsding,
hat Poesie sich in den Bundes-Alltag vorgewagt
pastell, zartrosa als ein Plastik-Schmetterling.

© 2008 Dirk Schindelbeck

Die Abbildung zeigt Tropfenfänger der Firma emsa von 1953.

Nur: das Beschriebene sind nur die Symptome. Was steckt eigentlich dahinter? Aufgrund meiner Fachausbildung und langjähriger Tätigkeit im medizinisch/pharmazeutischen Bereich kann ich heute den Schleier über eine Erkrankung lüften, die von Fachleuten wie Betroffenen bis heute hartnäckig geleugnet wird: der Fahrradallergie (syn. allergia birotae).

Leider existieren bis heute nur zwei symptomatische Therapien: Nicht mehr Radfahren und der Einsatz von Tropfenfängern (im Umgangssprachgebrauch auch oft als Handschuhe bezeichnet).

Ein schier unerschöpfliches Forschungsgebiet – wenn es endlich von Fachkreisen als Solches anerkannt werden sollte. Wir sind gespannt – und berichten weiter!

Vielen Dank an Dr. Dirk Schindelbeck für die Zustimmung, Bild und Sonett an dieser Stelle veröffentlichen zu dürfen!

Geburtstag!

[Werbung]

Heute vor einem Jahr erschien mein erster Fahrradblogbeitrag, damals noch bei myblog.de. Nach einigen Monaten zog ich zu WordPress um und freute mich über die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten, die sich mir hier boten.

Alle alten Blogeinträge durften mitkommen. Schnell stiegen nun auch die Klickraten an. Von 123 Klicks in der ersten Woche bei WordPress auf durchschnittlich 300-400 Klicks. Der Rekord wurde durch die Klicks auf die whbpc2010-Einträge aufgestellt: 1213 Zugriffe in einer Woche!

Was 2009 als spontane Idee begann, wurde schon bald zu einem zeitraubenden Nebenjob. Die Idee, täglich einen Artikel zu verfassen, sollte sich als zu aufwändig herausstellen. Schließlich gab es da noch einen bürgerlichen Beruf, Familie, Freizeit etc.
Auch mit reduziertem Umfang nimmt die Pflege des Blogs viel Zeit in Anspruch. Themen, die sofort abrufbar in meinem Hirn „gespeichert“ wären, gehen auch irgendwann zur Neige. Fahrradsternfahrt 2010Nachschub muss gesucht und gefunden, verarbeitet und publiziert werden. Bildrechte müssen geklärt, Bilder bearbeitet und hochgeladen werden. Da ich nicht allein zum Thema blogge, mische ich mich ein. Gern beim „großen“ Bruder, dem Blog der Radspannerei. Auch dies kostet Zeit.

Auf Fragen, warum ich dies mache könnte ich natürlich antworten, dass dies mein Weg ist, das Radfahren zu propagieren und etwas zur Wende in der Verkehrspolitik beizutragen. Stimmt auch. Zum Teil zumindest. Es ist aber auch der Spaß am Schreiben, Hobby und: ganz viel „Egokick“. Es gefällt mir natürlich, gelesen und wahrgenommen zu werden. Damit dies so bleibt, darf weder die Qualität der Beiträge abnehmen (natürlich gibt es immer mal Lückenfüller), noch darf ich mich auf einer soliden Anzahl an Stammlesern ausruhen. Also muss auch etwas Werbung gemacht werden.
Ich hoffe dabei, dass dies nicht zum Selbstzweck entartet oder dass dieser Eindruck entsteht. Dafür benotigt der BikeBlogBerlin kritisches Feedback. Nicht nur zur Frage, ob Helme, E-Bikes oder HighTech-Beleuchtung nötig oder sinnvoll sind, sondern auch dazu, ob dieser Blog das leistet, was ich mir wünsche bzw. was Ihr erwartet / Sie erwarten!
In diesem Sinne möchte ich mich bei Euch/Ihnen für ein Jahr Mitlesen und kritisches Begleiten bedanken und Euch/Sie einladen, mich ein weiteres Jahr (oder länger) zu begleiten!
Danke! und Wilkommen! sagt Ihr/Euer Bikeblogger.

Fotos: