Wahljahr 2016: Wahlprüfsteine des ADFC Berlin

Fünf Jahre ist es her, dass an dieser Stelle die Wahlprüfsteine des ADFC Berlin vorgestellt wurden. Erneut stellt sich für uns Radfahrer die Gewissensfrage: wähle ich eine Partei, weil sie fahrradfreundlich ist oder weil sie meinen politischen Idealen nahe kommt?

Wenn man die Ergebnisse des ADFC pauschalisieren möchte, könnte man sagen, dass Stammwähler der Grünen und der Linken recht „bedenkenlos“ ihr Kreuz setzen können, dass dies für radfahrende Stammwähler der aktuellen Koalition aber nur mit den berühmten Bauchschmerzen möglich sein wird. Wenig weist darauf hin, dass SPD oder CDU nach einer gewonnenen Wahl eine Verkehrswende herbeiführen oder gar Berlin zur Fahrradstadt umbauen wollen.

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Quelle: www.adfc-berlin.de

BikeBlogBerlin ist – trotz gewisser erkennbarer Sympathien – nicht parteigebunden, aber sehr wohl parteiisch. Daher möchte ich meinen Lesern dazu raten, die Wahlprüfsteine des ADFC und die Antworten der Parteien kritisch zu lesen. Überlegt euch, ob euer Wahlverhalten von den Parteien als Auftrag gewertet werden kann, eine sinnvolle Radverkehrspolitik bzw. eine Politik, die sich für einen ökologisch und sozial verantwortlichen Verkehr einsetzt, umzusetzen.

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Link zum ADFC-Berlin (PDF-Datei)

Warnen möchte ich jedoch vor der blauäugigen Rhetorik, die in sozialen Netzwerken jedem das Wort redet, der seinen ansonsten reaktionären Hintern auf einem Fahrradsattel durch die Welt schiebt. Ein reaktionärer Politiker auf einem Rad ist und bleibt ein reaktionärer Politiker.

Hier der Link zum gesamten Artikel des ADFC-Berlin.

 

 

Mut-Tour 2016: Fotos der Radtour durch Berlin

Nach den ersten Fotos zur Mut-Tour und zum Mut-Lauf kommen hier nun auch die Fotos zur Radtour durch Berlin, die von Aktiven des ADFC Berlin geleitet wurde. Alle Fotos sind in der Galerie zu sehen. Mehr Infos gibt es unter mut-tour.de.

Es war eine wichtige Veranstaltung, die sehr viel Spaß gemacht hat!

Mut-Tour: Radfahren (und Laufen) gegen Depressionen

IMG_5581_750pxSeit dem 04.06. rollt die Mut-Tour durch Deutschland. Rund 7000 km werden die Teilnehmer währenddessen zurücklegen. Dabei wird mit kleineren und größeren Aktionen die Krankheit Depression thematisiert und Pressevertretern und interessiertem Publikum ermöglicht, sich darüber zu informieren.

Die Mut-Tour war vergangenen Freitag nun auch in Berlin zu Gast. BikeBlogBerlin begleitete die Mut-Tour während ihrer Fahrradtour durch die Stadt bis zum Etappenziel, dem ehemaligen Flugehafen Tempelhof. Hier präsentierten sich auf einem Informationsmarkt lokale Initiativen, Selbsthilfegruppen und professionelle Einrichtungen, die Menschen mit Depressionen unterstützen bzw. betreuen. Um 19:30 Uhr startete der gut besuchte Mut-Lauf über 5 bzw. 10 km.

Alle Infos über die diesjährige Mut-Tour gibt es unter mut-tour.de. Die nächsten Etappenziele sind:

Die Fotos der Teilnehmer des Laufs sind in diesen sechs Galerien zu finden. Teilnehmer des Laufs können die Bilder auf Wunsch auch in anderen Auflösungen erhalten. Anfragen bitte per Mail an kontakt@bikeblogger.de!

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Fou du Vélo – Prescreening

Fou du Velo_600pxMorgendämmerung. Ein Ortsschild, zweisprachig: Bedoin – Bedouin. Wir sind in Südfrankreich, genauer in der Vaucluse, die zur Provence gehört. Ein Radsportler kommt ins Bild. Eine Stimme aus dem Off: Richard Geng, vor einiger Zeit ein erfolgreicher Berliner Radsportler, kommentiert sein einsames Rennen. Eine Boulangerie, die gerade geöffnet hat. Richard Geng ist auf dem Weg zum Mont Ventoux. Man kann sich diesem Berg auf verschiedene Weisen nähern. Wandern, laufen, mit dem E-Bike, dem Mountainbike oder dem Rennrad. 1x, 3x oder häufiger. Richard hat sich vorgenommen, ihn 9x bezwingen. Warum? Genau beschreiben kann auch er es nicht. Ein Berg symbolisiere das Auf- und ab des Lebens. Ein Versuch, etwas zu beschreiben, was man nur fühlen, erleben kann.

Peter Scholl hatte sich – gemeinsam mit seinem Produzenten Mark Wagner – vorgenommen, sich diesem Berg mit der Kamera zu nähern. Auf den Spuren von Richard Geng. Schwarz-weiß. Kein strahlend blauer Himmel, wie ihn dieser trügerische Berg so häufig parat hält. Harte Kontraste für eine Leistung, die keine schönen Farben benötigt. Am Ende fährt Richard mit Stirnlampe im strömenden Regen zum Gipfel. 9 Auffahrten, 377 km, mehr als 12tausend Höhenmeter. Die Kamera begleitet ihn bis zum Gipfel. Die letzten Meter Kampf gegen diesen Berg, der – wie Richard feststellen musste – nicht bezwingbar ist. Man kann ihn besteigen, befahren, über ihn schreiben, ihn fotografieren oder filmen. Aber nicht besiegen.

Der Film „Fou du Vélo“ wird demnächst im BikeBlogBerlin sowie auf den üblichen Kanälen zu sehen sein. Richards Eindrücke kann man vorab hier nachlesen.

Fou du Vélo ist nach Mianzi Rei – My Legs My Gears der zweite Film über einen Radsportler von Baroudeur Films.