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Berlin Polo International 2014

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Endlich wieder hochklassiges Bikepolo in Berlin!

Wir laden euch alle ein Anfang August nach Berlin ein um eine Menge fantastisches Polo mit uns zu spielen und zwar auf einer der spannendsten Locations in ganz Berlin. Auf dem ehemaligen Flughafen werden wir das Berlin Polo International organisieren. In diesem Rahmen werden wir zwei verschiedene Turniere veranstalten. An dem ersten Turnier, berlin:mixed werden 64 Teams aus der ganzen Welt auf 3 oder vielleicht 4 richtig guten Courts gegeneinander spielen. Am darauf folgenden Wochendende wird das Mallet Dolorosa, das Frauenturnier seine zweite Auflage erleben, In den Tagen dazwischen werden viele fahrradbezogene Veranstaltungen wie Alleycats, Goldsprints und selbstorganisierte Mini-Poloturniere stattfinden.

[via Berlin – Bikepolo]

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Weitere Infos unter Berlin – Bikepolo. Achtung: Das Turnier Mallet Dolorosa findet in White Lake City (Weißensee), dem Austragungsort des legendären whbpc 2010 statt!

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World-Klapp 2014: Berlin klappt und ist sexy!

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Dieser Satz aus dem Grußwort des “anständigen Hauptstadvertreters” zum World-Klapp brannte sich in meine Gehirnwindungen. Infiziert war ich jedoch schon vorher. Wie mich der Ruf des World-Klapp in der Bundeshauptstadt erreichte, kann ich heute nicht mehr genau sagen. Ich weiß nur noch, was ich daraufhin dachte: Du musst dabei sein!
World-Klapp Logo_240pxNun bin ich weder der klassische Klappradliebhaber noch ein echter Liebhaber skurriler Veranstaltungen. Karneval ist mir ein Greuel, nur eine Multikulti-Veranstaltung wir der Karneval der Kulturen lockt mich hinter dem Ofen hervor.
Der World-Klapp erwischte mich gleich mehrfach: Erinnerungen an mein – in frühen Kindheitstagen – geliebtes grünes Klapprad kamen hoch, verbanden sich mit dem Reiz, sportliche Höchstleistungen zu vollbringen und wurden ergänzt durch die Aussicht, einmal wieder Trash auf dem Rad erleben zu können.
Kurz gesagt: ich musste dabei sein.
Doch, was ist eigentlich der World-Klapp? Eigentlich ist es ganz simpel: Ein Radrennen auf mindestens 30 Jahre alten, schaltungsfreien Klapprädern. In Ludwigshafen ersonnen, fand der World-Klapp bereits 2012 und 2013 auf einer Radrennbahn statt. Durch die Fotos von Dan Zoubek, die in der RoadBIKE 09/2012 erschienen waren, wurde diese Veranstaltung auch überregional bekannt.
Einen wichtigen Faktor hatte ich noch nicht erwähnt: den Oberlippenbart, findet doch das Rennen unter dem Motto “Ohne Bart kein Start” statt. Herren müssen wachsen lassen, Damen haben andere Möglichkeiten. Doch dazu später.

Die Vorbereitung
Dass der World-Klapp nach Berlin kam lag an dem Interesse des Velothon-Veranstalters an einem attraktiven Rahmenprogramm für das Berliner Jedermann-Radrennen. Die Anfrage erreichte die – ehrenamtlichen – Organisatoren bereits 2013.
Ein passender Sponsor wurde auch gefunden: das Tütengetränk Capri-Sonne, das mit dem Retro-Spaß als Kultgetränk der 80er seinen Platz neben Afri-Cola und Floridaboy einnehmen soll. Um diesem Vorhaben ein Gesicht zu geben wurde das Capri-Sonne Racing Team ins Rennen geschickt, dessen Erfolg durch Bürger Lars Dietrich und ein Kamerateam werbeträchtig ausgeschlachtet werden sollte.

Da in Berlin keine zentral gelegene Radrennbahn zur Verfügung stand und das Rennen im Rahmen des Velothon stattfinden sollte, musste der Modus den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden: anstelle eines bunten Im-Kreis-Fahrens wurde ein Mannschaftszeitfahren ersonnen, das sowohl Übersichtlichkeit wie auch Spannung für das Publikum gewährleisten sollte.

Gesucht wurden also Teams aus vier oberlippenbärtigen Klappradsportlern, die sich dem schaltungsfreien Radfahren zugewandt fühlten und die – so die Zulassungsvoraussetzung – sittlich gereift sein sollten.
Nun, Bart war kein Problem für mich, sittliche Reife würde ich mir sowieso und überhaupt jederzeit attestieren und mit der Schaltungsfreiheit könnte man sich ja ruhig mal anfreunden. Ein Team ins Leben rufen und die Anmeldeprozedur überstehen waren da nur noch Formalitäten, die schnell erledigt waren.
Da bereits im Vorfeld klar war, dass unsere Konkurrenz ebenso wadenstark wie humorvoll auftreten würde, lag die Messlatte entsprechend hoch. Teamnamen wir “klABBA – the winner takes it all” und “GroKu – Große Kurbelation” klangen viel versprechend. Unser Teamname sollte zumindest klanglich ebenbürtig sein: “DSDK – Deutschland sucht den Klapperstar“. In dieser Hinsicht waren wir also optimal vorbereitet. Wir konnten daher hoffen, die gestrenge Wahrheitskommission von unserer Ernsthaftigkeit überzeugen zu können und Einlass in die elitäre Welt des Klappradsports gewährt zu bekommen.
Dass neben den persönlichen Voraussetzungen auch einige technische Hürden zu nehmen waren, sei kurz am Rande erwähnt. Niemand aus unserem Team konnte sich rühmen, Besitzer eines alten Klapprades zu sein.
Das Training wurde daher auf unseren gewöhnlichen Rennrädern durchgeführt, unterbrochen durch Abende, an denen wir auf der Suche nach dem passenden Klapp(er)gestell das Netz durchstöbert haben. Letztendlich hatte jeder ein passendes Rad gefunden und für das Rennen hergerichtet. Aufgrund mangelnder Erfahrung mit den Low-Tech-Boliden war keins unserer Räder den Anforderungen tatsächlich gewachsen. Zu kleine Kettenblätter, zu langsame Reifen, zu kurze Sattelstützen sprachen für sich.

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Udo Scholz, König Bansah nebst Gattin

Der Abend davor
Am Freitag vor dem Rennen lernten wir dann den “harten Kern” des Klappradports kennen. Der – extra für dieses Rennen ernannte – anständige Hauptstadtvertreter und der Pfälzer Klappverein hatten zu einem gemeinsamen Buffet geladen. Dem Anlass entsprechend war auch Prominenz geladen: König Bansah aus Ghana, Schirmherr des World-Klapp und seines Zeichens Einwohner von Ludwigshafen sowie Stadionsprecher-Legende Udo Scholz verliehen dem Abend Glanz und Würde. Wir hatten Gelegenheit, unsere Konkurrenzen kennenzulernen und einen ersten Beweis abzuliefern, dass wir die World-Klapp-Hymne “Kennst du Ludwigshafen” (mit)singen konnten.

Intonation der World-Klapp-Hymne

Intonation der World-Klapp-Hymne

Dass der Abend ebenso kurzweilig wie lang wurde versteht sich von selbst. Die – mehrheitlich anwesenden – Pfälzer sind schließlich als Menschen bekannt, die auch weitab der Pfälzer Weinschorlequellen viel von Geselligkeit halten. Noch gegen Mitternacht trafen wir die Kollegen zufällig am Brandenburger Tor, vor dem wir ein Latenight-Teamfoto schießen wollten.

Unerlaubtes Nachttraining?

Unerlaubtes Nachttraining?

Dass uns dabei unerlaubtes Nachttraining vorgeworfen wurde lag mit Sicherheit an dem einen oder anderen Schoppen, der zuvor konsumiert worden war. Da auch wir bereits der heimischen Braukunst zugesprochen hatten war der Vorwurf offensichtlich nicht haltbar und wurde bis zur Verkündigung des amtlichen Rennergebnisses vertagt.

Das Rennen – Teil 1: Organisatorisches
Professionell wie der Abend zuvor war auch der Rennablauf organisiert. Start war auf der Zielgerade des Velothon, der Straße des 17. Juni. Das Ziel war standesgemäß identisch mit dem Ziel des Jedermann- und Profirennens am Folgetag. Als Rennstrecke war die bereits im Vorfeld heiß diskutierte “Merkel-Raute” festgelegt worden, benannt nach der Form des Kurses und der Tatsache, dass dieser in Sichtweite des Amtssitzes der Kanzlerin lag. Für professionelles Renntempo sollten der rund 600 Meter lange Steinmeier Speedway (SSW) sowie die fast gleich lange Gauck-Gegen-Gerade (GGG) sorgen. Insgesamt warteten 1,8 km feinsten hauptstädtischen Asphalts auf die Athleten, die dreimal zu bewältigen waren.

Merkel-Raute

Merkel-Raute

Obwohl die Teilnehmer bereits mit den Hufen scharrten (vielmehr mit den Ketten rasselten) mussten sie noch diverse bürokratische Hürden nehmen. Schließlich befanden wir uns in Deutschland UND in der Bundeshauptstadt. So fügten sich Alle ihrem Schicksal und führten vor der Einschreibung ihr Klapprad dem vereidigten 20-Zoll-Beamten vor, der die Einhaltung der strengen technischen Regeln penibel kontrollierte:

  •  handvermessen 20 Zoll große Laufräder
  •  klappbarer, 30 Jahre alter Klappradrahmen
  •  kein Rennlenker

und schließlich:

  • die Abwesenheit jeglicher, die sittliche Reife schädigender Schaltung.
Klappradkontrolle

Klappradkontrolle © Mike Böttcher

Zur Kontrolle des startberechtigenden Oberlippenbartes war eigens Friseurmeister Rainer Klapp aus Ludwigshafen eingeflogen worden, der hier und da zu üppigen, den Oberlippenbart kaschierenden Bartwuchs stutzen musste. In einigen Fällen konnte er durch die Ausstellung einer sogenannten Bartunfähigkeitsbescheinigung die Teilnahme einiger weiblicher Starter am Rennen retten.

Nun endlich durften die Heizmatten von den Rädern gezogen und die Boliden auf die Bahn gebracht werden. Einer durch König Bansah im offenen Cabrio angeführten Ehrenrunde folgte die Abnahme des World-Klapp-Schwurs (u.a. Fairnis, Schaltungsfreiheit und Tragen des Bartes bis zum übernächsten Tage) und die feierliche Eröffnung des Rennens durch unseren Schirmherren. Vor den laufenden Kameras der Weltpresse durften die Fahrer dann beweisen, dass sie die Hymne fehlerfrei und elfengleich intonieren konnten.

Das Rennen – Teil 2: Sportliches
Es ging los. Von einer professionellen Rampe, gehalten durch vier Cheerleader, sollten jeweils 4 Teams in 30-Sekunden-Abständen starten. Nach dem Zieleinlauf des Letzten der 16 Fahrer wurden die nächsten Mannschaften ins Rennen geschickt, bis alle 32 Teams die Merkel-Raute absolviert hatten.

Start! © Mike Böttcher

Start! © Mike Böttcher

Den Anfang machten das Pfälzer Team “die Iwwersetzer 6?/1?“. Mit einem fulminanten Frühstart brachten sie den wohl durchdachten Ablauf auf hervorragende Weise ins Wanken und die nachfolgenden Teams durcheinander. Doch diese kleine – manch einer munkelte: taktisch bedingte – Finesse war schnell vergessen und die Mannschaft erneut ins Rennen entlassen. 30 Sekunden später folgte dann das Team DSDK. Der anfänglichen Nervosität folgte Anspannung, die sich mit dem Start-Klapp (was denn sonst?) in purem Vortrieb entlud. Die Tachonadel pendelte sich bei 41 km/h ein, bis wir feststellen mussten, dass aufgrund der fehlenden Abstimmung der Übersetzungen keine geordnete Formation möglich war. Lücken entstanden und mussten kraftraubend zugefahren werden, der verabredete “Belgische Kreisel” mutierte zu einem “Tiergartener Durcheinander”. Schnell war klar: so konnte der Sieg nicht eingefahren werden.
Dem fachkundigen Publikum war dies natürlich längst aufgefallen, so dass die Wettquoten für unser Team nicht mehr gehalten werden konnten.
Da wir als Hauptstadtvertreter nicht allein an unseren Spaß denken konnten, musste die Taktik geändert werden. Wir entschieden uns schweren Herzens, als Dreierformation, bestehend aus den Fahrern mit der größten Übersetzung, weiterzufahren. Die zweite Runde wurde so deutlich ruhiger und effizienter gefahren, der Schnitt konnte nun gehalten, ja sogar ausgebaut werden. Alle Fahrer fuhren bereits im “roten Bereich” und mussten jede Sekunde im Windschatten nutzen, um Kräfte zu sparen.

Trotz einer teaminternen Rempelei in einer 90-Grad-Kurve, die ein Teammitglied beinahe in die Absperrungen befördert hätte, schafften wir es, nach exakt 9:00 Minuten im Ziel anzukommen und dadurch zeitweise den zweiten Platz behaupten zu können.
Einige Starts später war jedoch der Traum vom Treppchen vorbei: Team um Team schoben sich vor uns auf die besseren Plätze. Als die Madkinxx dann ins Ziel kamen, war klar: wir alle hatten unsere Meister gefunden.

Madkinxx

Madkinxx

Blaue Ganzkörperanzüge, Schwarzwaldmädeltrachten, Glitzerkostüme und sogar die aerodynamisch interessanten Rennanzüge der Rothaus-Brauereifahrerinnen konnten nichts daran ändern: Kraft und Effizienz siegten einmal wieder vor Esprit, Eleganz oder sogar (herb männlicher) Schönheit.
Wohlverdientes Ergebnis war, dass der Oberlippenbär nun seinen Platz in Berlin finden wird und die Madkinxx für alle Zeiten als Gewinner des ersten Berliner World-Klapp in den Annalen des Radsports verzeichnet sein werden. Liebe Berliner Freunde: die Konkurrenz hat viel von Euch gelernt und wird im nächsten Jahr die Konsequenz aus dieser Lehre ziehen, und euch mit verbesserter Technik und einer optimierten Teamabstimmung herausfordern. Madkinxx, zieht euch ruhig schon für 2015 warm an!

Der Ausklang und der Tag danach
Vor laufenden Kameras prophezeite König Bansah: “Wenn ich gehe, kommt Regen!” Und so war es. Die Siegesfeier fand statt, Medaillien, Siegerkränze und -bär wurden überreicht, Beweisfotos wurden geschossen. König Bansah ging und der Regen setzte ein. Die Stammesältesten des Volks der Hohoe Gbi Traditional Ghana hatten ihren König weise gewählt. Der Regen sollte erst spät am folgenden Tag wieder aufhören.

Velothon

Velothon

An diesem Tag fanden die Jedermannrennen des Velothon statt. Sowohl auf der 60- wie auch auf der 120 km-Strecke waren Klappradsportler angemeldet und durften aus dem VIP-Block das Rennen beginnen. DSDK-Teamfahrer Thomas hatte sogar das Vergnügen, die 10.000 Starter der langen Strecke auf einem Kilometer hinter sich her zu ziehen und so die erstaunten Blicke der Zuschauer wie der anderen Starter auf sich zu ziehen. Thomas beendete das Rennen schließlich mit einem Schnitt von 36 km/h. Eine schöne Werbung für unseren jungen alten Sport!
Ein Fazit? Der Velothon war der geeignete Rahmen für den World-Klapp. Spaß und Trashfaktor waren garantiert, die Organisation war professionell und das Zuschauerinteresse riesig. Dass der leicht provinzielle Charme in Berlin nicht verloren ging lag sicher auch an der Stadt selbst. Provinz? Können wir. Und das ist auch gut so.

Link: World-Klapp

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Crashkurs Recht für Rennradfahrer

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Aber mit dem Rennrad darf ich doch …

und dann folgt … auf der Straße fahren … ohne Reflektoren fahren … etc. pp.

© Michael Bührke  / pixelio.de

© Michael Bührke / pixelio.de

Solche Aussagen hört man leider immer wieder. Daher gibt es hier im Blog einen Crashkurs Recht für Rennradfahrer. Ohne Gewähr, da hier keine juristisch abgesicherte Aussagen getroffen werden können und schon recht keine Rechtsberatung zulässig ist. Die hier getroffenen Aussagen sind jedoch in der aktuell gültigen Straßenverkehrsordnung (StVO) bzw. Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) oder in anderen fundierten Quellen nachprüfbar.

Sollten dennoch Fehler enthalten sein bitte ich um kurzfristige Information per Kommentar oder E-Mail.

  • Mit dem Rennrad muss ich keine Radwege benutzen.
    Falsch. In dieser Hinsicht gibt es keine Unterschiede zwischen einem 10.000 €-Rennrad und einem Klapprad. Der § 2 StVO Straßenbenutzung durch Fahrzeuge regelt die Radwegebenutzungspflicht:

    Eine Pflicht, Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung zu benutzen, besteht nur, wenn dies durch Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. [www.gesetze-im-internet.de]

    Die Formulierung ist etwas verwirrend. Im Kern bedeutet sie: gibt es einen benutzungspflichtigen Radweg, muss er auch benutzt werden. Dass manche Radwege für schmale, harte Rennradreifen ungeeignet erscheinen, spielt dabei keine Rolle. Nur “unzumutbare” Radwege müssen nicht benutzt werden. Unzumutbarkeit ist jedoch kein genau definierter Begriff. Komfort- oder Geschwindigkeitseinbußen fallen mit Sicherheit nicht darunter, tiefe Schlaglöcher, Überschwemmungen, Schnee, Laubhaufen oder massenhaftes Auftreten von Glasscherben hingegen schon.

  • (mehr …)

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Juli

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© Dan Zoubek / Velodelight

© Dan Zoubek / Velodelight

Vielen Dank an Dan Zoubek für die Erlaubnis, die Fotos in BikeBlogBerlin zeigen zu dürfen!
Der Kalender ist bei Velodelight sowie Laktat³ erhältlich.

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Besi & Friends (Schluss-)Etappe 12: von Ripoll (ES) nach Barcelona (ES)

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Die 12. Etappe führte uns von Ripoll nach Barcelona. Geplante Strecke: 150 km mit ca. 2100 hm.

Link: Etappe 12


Der erste Tag, an dem wir ausschließlich durch Spanien fuhren und zugleich der letzte Tag auf dem Rad.
Die Lust, Rad zu fahren, hatte inzwischen nachgelassen. “Ausrollen” wäre gut gewesen. Leider warteten erneut rund 2000 Höhenmeter auf uns. Jetzt ging es darum, in Barcelona anzukommen, unser Ziel zu erreichen. Das Packen dauerte länger, das Frühstück konnten wir erst gegen 7:30 einnehmen. Daher wurde der Start um eine Viertelstunde nach hinten verschoben.
Es ging los, wie immer zuerst Gruppe 2, eine gute Stunde später Gruppe 1.
Das Höhenprofil wartete mit einigen knackigen Anstiegen auf uns, die unsere müden Beine ein letztes Mal fordern sollten. Wenige Kilometer konnten wir uns warm fahren, bis die Ketten zuerst auf die großen Ritzel wanderten und schließlich auf die kleinen Kettenblätter geschaltet wurde. Glücklich, wer jetzt noch genug Kraft oder wenigstens eine bergtaugliche Übersetzung zur Verfügung hatte.
Trotz der Anstrengung fanden wir immer wieder Zeit und Muße, uns zu unterhalten. Noch war Barcelona kein Thema, noch ging es um zurückliegende Erfahrungen und Erlebnisse oder auch – in dieser Zusammensetzung unausweichlich – um die persönliche Krankheitsgeschichte. Aber wir genossen auch ein letztes Mal die Landschaft, freuten uns, dass wir die Berge bezwungen hatten und nun wieder zwischen Wäldern und grünen Wiesen hindurch fahren konnten.
Das Team war zusammengewachsen. Wie selbstverständlich wurden steile Passagen gemeinsam bewältigt, wie selbstverständlich wurde angeschoben, wenn es gar nicht mehr ging. Herrliches Wetter, die schöne Landschaft und das Gefühl, es geschafft zu haben, sorgten für eine ausgelassene Stimmung.

Cruisen in herrlicher Landschaft

Cruisen in herrlicher Landschaft

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Besi & Friends Etappe 11: von Foix (FR) nach Ripoll (ES)

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Die 11. Etappe führte uns von Foix in Frankreich über die Pyrenäen nach Ripoll in Spanien. Geplante Strecke: 161 km mit ca. 3800 hm.

Link: Etappe 11

Bevor ich meine Eindrücke der “Königsetappe” schildere möchte ich den Mann zu Wort kommen lassen, der uns von Frankfurt nach Spanien geführt hat: Thorsten Ostrowski. Er hat sämtliche Routen ausgearbeitet und in ehrenamtlicher Arbeit eine hervorragende Basis für unsere Tour geschaffen. Dass ausgerechnet Thorsten wegen eines Schlüsselbeinbruchs nicht aktiv mitfahren durfte ist daher umso tragischer. (mehr …)

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