World-Klapp Berlin 2014: Aufruf

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World-Klapp Logo_150pxKleine Ereignisse werfen ihren Schatten voraus: am 17. Mai 2014 findet in Berlin der World-Klapp 2014 statt. Da zu dieser Veranstaltung tausende Besucher erwartet werden hat die Rennleitung des World-Klapp zusätzlich ein etwas weniger bekanntes Rennen in das Rahmenprogramm mit aufgenommen: den Berliner Velothon.

Im Unterschied zum Velothon, bei dem – frei nach preußischer Manier – Kaffee kochen bzw. mitfahren kann, wer will, gibt es für die Teilnahme am World-Klapp ein paar ernste Zugangsbeschränkungen:

  1. 70er-Jahre-Klapprad_Ausschnitt_200px

    Klassisches Klapprad der 1970er Jahre. © GNU FDL

    Teilnahme ausschließlich auf nicht-UCI-konformen Klapprädern (70er Jahre, max. 20 Zoll, ohne Gangschaltung)

  2. Oberlippenbart (Foto © World-Klapp)
  3. sittliche Reife

Rechts ein Beispiel für ein renntaugliches und wahrscheinlich zulassungsfähiges Klapprad.

Die Hürden liegen hoch. Um Schummeleien, die nach neuesten Erkenntnissen inzwischen auch im Radsport vorkommen sollen, vorzubeugen, werden unwürdige Teilnehmer in einem strengen Prüfverfahren durch die Wahrheitskommission ausgesiebt. Inoffiziellen Gerüchten zufolge sollen als Dopingmittel lediglich Ed-von-Schleck-Eis, Capri-Sonne und  Ahoi-Brause toleriert werden.

Dabeisein ist alles, Gewinnen noch mehr. Unter diesem Motto wird sich BikeBlogBerlin um einen Startplatz bewerben, um sich der geballten Fachpresse- und prominenz als Radsporttalent der Zukunft präsentieren zu können. Weiterlesen

Challenge Roth 2013

Triathlon. Eine Art terra incognita für mich und BikeBlogBerlin. Bisher wurde dieser Bereich hier vernachlässigt. Radsport und Triathlon sind zwangsläufig „verwandt“, existieren aber weitgehend in zwei getrennten Universen.
Zeit, um eine Brücke zwischen diesen Universen zu schlagen. Ich hatte die Gelegenheit erhalten, als Staffelstarter bei der Challenge Roth anzutreten. Obwohl ich nicht wusste, worauf ich mich einließ, sagte ich zu.
Staffel im Triathlon? In Roth heißt dies, drei Teammitglieder teilen sich die Ironman-Strecke: 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen. Ich durfte – natürlich – die Radstrecke absolvieren.

Solarer Berg © Challenge Roth
Solarer Berg © Challenge Roth
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Vätternrunde 2013: der Bericht – Teil 1

Vätternrundan 2013: Zeit zurückzublicken. Heute vor einer Woche war ich gerade 7 Stunden auf der Strecke und wusste bereits, dass ich mein gestecktes Ziel nicht erreichen würde: die Runde in weniger als 10 Stunden zu absolvieren. Eine Niederlage? Nein, das sicher nicht. Ein wenig Enttäuschung kann ich jedoch nicht verhehlen. Gute „Ausreden“ gibt es einige. Doch dazu später mehr.

Entspanntes „meet and greet“ in Motala: der Wetterbericht verspricht Sonne!

Eine Woche nach der letzten Vätternrunde (an der ich nicht teilgenommen hatte) beendete ich meine Radsport-Lethargie 2012: 6 kg schwerer als im Vorjahr und mit nicht einmal 100 Rennradkilometern in den Beinen war ich auf dem besten Wege, „Ulles“ Werdegang nachzuvollziehen. Nein, ich meine nichts Unerlaubtes, auch nicht die (aberkannten) Erfolge, die ich eh nie hatte, sondern die Couchpotatoe-Phase nach der aktiven Zeit.

Was der Auslöser war, kann ich nicht mehr genau sagen. Die beginnende Rettungsring-Optik an meinen Hüften? Entsprechende Kommentare von Britta? Oder einfach nur das Gefühl, etwas zu verpassen? Egal. Ich startete mein Projekt Vätternrunde 2013 und begann, ein Team hierfür zu suchen. Im Herbst 2012 begann ich wieder mit dem regelmäßigen Lauftraining, im Winter war ich mit dem Crosser unterwegs oder saß im Sportstudio auf dem Spinning-Bike. Im späten Frühjahr erreichte ich nach meinem Mallorca-Trainingsurlaub endlich die von mir als Minimum angepeilte 3.000 km-Marke.

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Vätternrunde 2013: der Bericht – Teil 2

Fortsetzung von Vätternrunde 2013: der Bericht – Teil 1

Auf der Strecke – Kampf gegen den Wind

Wie befürchtet zeigte sich der Wind gleich von seiner gemeinsten Seite: Wind aus Südwest bedeutete 100 km Gegenwind. Ich bin inzwischen froh, dass ich die Beleuchtung des Garmin ausgeschaltet hatte – unsere Reise- und auch unsere Durchschnittsgeschwindigkeit hätten mich sonst sicher frustriert. Nach gut zwei Stunden fragte ich Georg nach unserem Schnitt: er lag unter 30 km/h. Wenig. Zu wenig für mein Ziel. Ich merkte, dass ich beim Fahren im Wind bereits jetzt öfter an meine Grenzen gehen musste und Tempoverschärfungen nicht mitmachen konnte. So ließ ich mehrfach abreißen, was Georg und Ron dazu veranlasste, auf mich zu warten. Doch auch bei Georg merkte ich, dass er nicht locker fuhr. Von Jörg und Steffen war schon länger nichts mehr zu sehen.

… endlich Sonne!

Dass wir nicht ökonomisch fuhren war uns klar. Niemand holte uns ein, alle Einzelfahrer, die wir einholten, fielen nach und nach zurück. Erst nach ca. 60 km holte uns eine schnell fahrende große Gruppe eines schwedischen Radsportclubs ein. Kurze Absprache, dann reihten wir uns ein und fuhren mit deutlich höherer Geschwindigkeit im Windschatten mit. Unsere geplante Pause bei km 76 ließen wir kurzerhand ausfallen – zu verlockend war die Aussicht, eine weitere Stunde in diesem Tempo fahren zu können. Es dauerte nicht lange, dann sahen wir, dass auch Steffen und Jörg die Gelegenheit genutzt hatten, auf diesen „Zug aufzusteigen“. Unser 5er-Team war somit wieder komplett.

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