Aus der Rubrik: „Man gönnt sich ja sonst nix“

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stammt dieser Beitrag. Für meine erste Rennradtour in diesem Jahr benötigte ich eine neue Akkubeleuchtung. Bestellt hatte ich sie bereits vergangene Woche, heute schaffte ich es endlich, dem Radhaus Wedding einen Besuch abzustatten und die Lampe abzuholen. Wie immer gelang es mir nicht, ohne ein wenig Fachsimpelei über Neuigkeiten aus der Branche wieder aus dem Laden zu kommen.

Bei diese Gelegenheit wurde mir ein funkelnagelneues Laufrad mit dem neuen Nabendynamo von SON, dem SONdelux, in die Hand gedrückt. „funkelnagelneu“ trifft es gut, die Nabe war hochglanzpoliert und glänzte wie die  blankgewienerte „Spirit of Ecstasy“ (auch als Emily bekannt) auf der Kühlerhaube eines Rolls Royce.

SONdelux - Schmidts Top-Produkt

Nabendynamo SONdelux

Da könnte ich schwach werden. Klein, leicht, noch geringerer Widerstand. „Leider“ funktioniert mein alter SON noch tadellos. Man kann halt nicht alles haben, oder?

Fragt sich

Ihr / Euer BikeBlogger

Bild (mit freundlicher Erlaubnis von): http://www.nabendynamo.de/

Die Frühjahrskur fürs Fahrrad

Text von http://www.stadtvertrag-klimaschutz.de/zum-projekt/aktionen-projekte/winter-ade.html:

Der Stadtvertrag Klimaschutz unterstützt die BerlinerInnen bei ihrem Engagement für den Klimaschutz mit einem ganz konkreten Geschenk:

Vom 15. – 19. März 2010, bietet das Bündnis kostenlose und öffentlich zugängliche Fahrradreparaturtermine an. Mit diesem Geschenk möchte der Stadtvertrag Klimaschutz die Fahrradsaison möglichst früh im Jahr einläuten.

Hier die genauen Termine (jeweils von 9-17 Uhr):

  • 15. März: Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Berlin,  Mehringdamm 14, 10961 Berlin
  • 16. März: Hauptgebäude der TU, Straße des 17.Juni 135, 10623 Berlin
  • 17. März: DGB-Bundesvorstand, Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin!
  • 18. März: IHK Berlin, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin
  • 19. März: BUND Berlin, Crellestraße 35, 10827 Berlin

Ziel der Aktion ist es, möglichst viele BerlinerInnen dazu zu bewegen nach diesem harten Winter wieder auf das klimaverträgliche Verkehrsmittel Fahrrad umzusteigen.
Jeweils zwei Fahrradmechaniker kümmern sich kostenlos um die Fahrräder der KlimaschützerInnen Berlins und reparieren bei Bedarf zum Beispiel Bremsen und Schaltung. Fehlende Kleinteile werden gratis ersetzt.

Unterstützt wird die Aktion von den qualifizierten Fahrradmechanikern der Fahrradstation.

Das sollte man/frau nutzen

findet Ihr / Euer BikeBloggerBerlin

GPS (Navi) für Radfahrer

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GPS für Radfahrer? Wozu soll das gut sein?

Sicherlich gehört ein GPS für den „Normalsterblichen“ eher zu den Dingen, über die man sich freut, wenn sie unter dem Weihnachtsbaum liegen, die man aber nicht wirklich benötigt.

Für den Weg zur Schule, Arbeit oder zum Schwimmbad ist man mit einem Navi auf dem Rad auch ziemlich overequipped. Spannend wird es jedoch, wenn man sich in Gegenden wagt, die man zuvor nie besucht hat und gerade keine Karte zur Hand ist. Mit einem GPS eine Radtour durchzuführen, ohne an Kreuzungen anhalten zu müssen und einen Quadratmeter Papier dreimal im Kreis zu drehen ist eine feine Sache. Natürlich ist die Handhabung einer Karte erstmal einfacher. Lesen kann man in der Regel, wenn man Glück hat versteht man sogar die Sprache der Kartenlegende. Es fehlt noch der Standpunkt, die Ausrichtung der Karte (wo ist denn hier Norden?), schon kann es weitergehen. Aber das kann auch zu einem ständigen Stop-and-Go führen, wenn man sich nicht merkt (oder aufschreibt), ob man an der vierten Kreuzung oder dem nächsten Kreisverkehr nun links oder halblinks abbiegen muss…

Auf einigen Touren auf der Radsportinsel Mallorca habe ich mich komplett durch mein GPS (Garmin eTrex Venture Cx) leiten lassen und bin – ohne Zwischenstops – fast immer genau richtig gewesen.

GPS

GPS

Natürlich kann man auch Fehler machen, wenn man schnell fährt und es mehrere Möglichkeiten gibt, abzubiegen. Schließlich kann man nicht ständig das Gerät im Auge haben. Aber eine Abweichung vom richtigen Weg merkt man fast sofort und nicht erst dann, wenn nach einer halben Stunde die erwartete Abzweigung ausbleibt.

Für die Navigation auf dem Fahrrad sind einige Dinge zu beachten:
Das Navi sollte

– klein und leicht sein
– wasserdicht sein (Auto- oder Handy-Navis sind das nicht!)
– wenig Strom verbrauchen
– eine zusätzlich Speicherkarte für Kartenmaterial und das Speichern von Routen aufweisen
– Karten anzeigen können und
– eine möglichst hohe Empfangsgüte aufweisen

    Die ersten fünf Punkte treffen auf den erwähnten Garmin eTrex Venture Cx zu, für die höhere Empfangsqualität benötigt man ein moderneres Gerät mit einem neueren Chip (bei Garmin durch ein H im Kürzel, z.B. HCx zu erkennen). Ohne diesen Chip kann es passieren, dass in einer engen Straße oder unter Bäumen etc. kein Empfang möglich ist, so dass eine Navigation beim Losfahren erst nach einigen hundert Metern möglich wird. Wenn man dann schon in die falsche Richtung unterwegs ist ist das ärgerlich. Im Normalfall (bei mir z.B. Touren um Berlin herum) kommt man aber ganz gut zurecht. Wenn die Satelliten erstmal geortet sind bemerkt man kurze Strecken ohne Empfang kaum.

    Wer gern Touren ins Unbekannte durchführen mag findet z.B. unter www.gpsies.com oder www.bikemap.net zig-tausend Routen, die bereits aufgezeichnet wurden und die auf das eigene GPS geladen und nachgefahren werden können. Und auch eigene Routen zeichnet das GPS auf, die man anschließend auf die genannten Plattformen hochladen und veröffentlichen kann.

    Man darf aber nicht verschweigen, dass der Einsatz eines Outdoor-Navis wie des Garmin eTrex Venture Cx einige Vorbereitungen voraussetzt:

    1. Installation der PC-Software, um das GPS mit dem PC verbinden bzw. Aktualisierungen herunterladen zu können
    2. Einlegen der Batterien bzw. Akkus (und das Bereithalten von Reservebatterien oder -akkus!)
    3. Aktualisierung der Firmware (das ist die fest gespeicherter Software) sowie
    4. (soweit möglich) Aktualisierung des vorinstallierten Kartenmaterials
    5. Einstellung des Gerätes auf Fahrrad-spezifische Bedürfnisse (die Geräte sind für Wanderer, Radfahrer, Kraftfahrer und die Schifffahrt verwendbar und bieten somit diverse verschiedene Optionen)
    6. umfassendes Ausprobieren aller Funktionen
    7. ggf. Erwerb von Kartenmaterial für das Reiseziel bzw. Herunterladen von freiem Kartenmaterial aus dem Internet (www.gpsies.com gibt dazu ein paar Tipps)
    8. Herunterladen von Touren bzw. Routen aus dem Internet und Installation auf dem GPS

    Anschalten und Losfahren wie beim Auto-Navi geht hier leider nicht!

    Und genauso wie beim Auto-Navi gilt auch hier: manchmal ist der gesunde Menschenverstand wichtiger als die Elektronik – es sind schon genug Autos wegen Fehlern der eingebauten Karten auf Baustellen oder Fußgängertreppen gelandet… und auch das unkritische Nachfahren einer Route mit dem Rad kann zu interessanten Erlebnissen führen, z.B. beim Einfahren in Einbahnstraßen in die falsche Richtung!

    Fazit: Aufpassen und Ausprobieren rät

    Ihr / Euer BikeBlogger

    SON – DER Nabendynamo

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    Ich erinnere mich noch mit Grausen an die Zeiten, als Licht am Fahrrad entweder Glücksache oder Kraftakt war. Glücksache, wenn man einen leicht laufenden Walzendynamo hinter dem Tretlager hatte, Kraftakt, wenn man einen „normalen“ Seitenläufer hatte. Walzendynamos liefen bei schönem Wetter recht leicht, quittierten aber regelmäßig ihren Dienst bei Feuchtigkeit oder Schnee. Nabendynamos galten als Exoten.

    Heute ist die „Szene“ vielfältig, Nabendynamos längst kein Luxusgut oder Ausnahme mehr. Aber dennoch gilt auch hier: das Bessere ist der Feind des Guten.

    Ich fahre den SON (Schmidts Original Nabendynamo) seit mehr als 10* Jahren ohne Defekt. Inzwischen habe ich mir angewöhnt, bei fast jedem Wetter bzw. fast jeder Tageszeit mit Licht zu fahren, so gering sind die fühlbaren Verluste, die durch den Dynamo entstehen.

    Nabendynamo SON

    Nabendynamo SON

    Bild (mit freundlicher Erlaubnis von): http://www.nabendynamo.de/

    Aufgrund der hohen Anschaffungskosten lohnt sich der SON für Radler, die häufig auch in der Dunkelheit unterwegs sind und / oder auch am Tage mit Licht fahren wollen. Auf die Lebenserwartung umgerechnet (der Hersteller gibt fünf Jahre Garantie!) relativiert sich der Kaufpreis.

    Für die kurzfristige Aufrüstung eines preiswerteren Rades oder für das Zweitrad kommt eher ein guter Nabendynamo der Konkurrenz, z.B. von Shimano in Frage. Da die Verluste auch dieser Naben recht gering sind (wenn auch höher als beim SON) gibt es kaum fühlbare Unterschiede. Ob die Lebenserwartung und Wartungsanfälligkeit mit der des SON vergleichbar sind, kann ich nicht beurteilen, einen Shimano-Nabendynamo verwende ich ausschließlich in einem Austauschlaufrad für Wintertage (mit Spikereifen bestückt).

    Einen Test von Nabendynamos findet man z.B. hier:
    http://www.nabendynamo.de/service/pdf/ar_01-02_2009.pdf

    Da bleibt mir nur noch zu sagen: Man SIEHT sich!

    Ihr / Euer BikeBlogger

    *Nachtrag 08/2020: inzwischen seit über 20 Jahren – dasselbe Modell ohne Defekt und ohne Wartung!