MSR-Botschafter: Ausrüstungs-Check und letztes gemeinsames Training

Wir haben uns von unseren MSR-Botschaftern zeigen lassen, was sie zur Mecklenburger Seenrunde mitnehmen werden und haben sie anschließend bei ihrem letzten gemeinsamen Training begleitet. Alle Fotos: © Florian Selig.

Zum Ausrüstungs-Check hatte uns Melanie zu sich nach Hause eingeladen. Da uns rund 100 flotte Kilometer bevorstanden, hatte Florian seine „große“ Ausrüstung daheimgelassen. Improvisation war also gefragt – kurzerhand wandelte er Melanies Sofa zu einem Fotostudio „on the fly“ um.

Melanie hatte alles aufgefahren, was sie rund zur MSR mitnehmen will, inklusive Eiweißdrink für „hinterher“ und einem halben Süßwarenladen. Florian fragte dann auch erstaunt: Das willst du alles mitnehmen? Melanie konnte ihn beruhigen – sie hatte die Gummibärchen- und Traubenzucker-Packungen nur noch nicht geöffnet. Mitnehmen wird sie davon nur einen kleinen Teil.

Melanies Süßwarenladen

Hier ein Ausschnitt aus Melanies und Dennis Packliste*:

  • Traubenzucker (für den „Notfall“)
  • vegetarische „Gummibärchen“
  • Schokomilch und Eiweißriegel (nach dem Rennen)
  • Banane
  • Riegel
  • Mineralstofftabletten
  • GPS (evtl. + Akkupack)
  • Akkubeleuchtung (für die Anfahrt)
  • Sportbrille
  • Helm
  • BDR-Radsportpass, Versicherungskarte, Ausweis und etwas Geld (Schein)
  • 2 Schläuche / Notfallwerkzeug inkl. Kettennieter / Pumpe / CO2-Kartusche
  • Reserve-Schaltauge
  • Kettenschloss
  • Sicherheitsnadeln (für alle Fälle)
  • Satteltasche
  • Radhandschuhe kurz/lang
  • Radschuhe (MTB)
  • Neopren-Überschuhe
  • Regenjacke
  • Gefrierbeutel (als Nässeschutz für die Füße)
  • Radkleidung (lang/kurz, je nach Wetterlage)
  • Sonnencreme
  • Sitzcreme
  • Feuchttuch / Brillenputztuch

*Wir haben die Liste nicht getrennt – weder haben beide alles dabei noch ist das, was nur 1x aufgeführt wurde, zwingend nur 1x dabei.

Als es dann daran ging, Portraits von Dennis und Melanie zu machen, merkte man ihnen an, dass sie es nicht gewohnt waren, ohne Fahrrad portraitiert zu werden. Dennis kam dann auch um das gestellte Foto in Regenjacke herum – anders als Melanie. Dafür musste er als Fußmodel herhalten: den Gefrierbeutel-Regenschutz „am Mann“ wollte Florian unbedingt festhalten.

Den Regenschutz konnte er bei der anschließenden Trainingsrunde dann auch brauchen. Nach dem frühlingshaften Freitag wollte der Samstag noch einmal an die vergangenen Tage anknüpfen und bescherte uns immer wieder leichte Regenschauer und eine permanent nasse Fahrbahn.

Der Stimmung tat dies keinen Abbruch, selbst ein paar Hundert Meter scharfkantige Schotterpiste, die uns die Online-Routenplanung bescherte, steckte unser Team, wenn auch mit Sorge um die teure Rennradbereifung, (fast) klaglos weg.

Was noch auf ihrem Trainingsplan stünde, wollte ich am Ende der Tour von Melanie und Dennis wissen.

Melanie hatte keine größeren Einheiten mehr geplant und wird die Belastung in den letzten Tagen vor der MSR herunterfahren. Mit beeindruckenden 4.000 km (auf der Straße), viel Grundlagen- und Intervall-Training sollte sie auch gut vorbereitet sein. Dennoch war der Trainingstag nach gemeinsamen 100 km für sie noch nicht beendet: Eine Runde wolle sie noch fahren, erklärte sie uns. Zumindest Florian und ich waren ganz zufrieden, dass unser Pensum nur noch in gemütlichem Nach-Hause-Rollen bestand.
Dennis hingegen hatte es ein wenig eilig, zu einem Bowlingabend zu kommen (und musste vorher auch noch ein paar Kilometer bis nach Hause zurücklegen). Die Zeit bis zur Seenrunde wird er nicht ganz so ruhig verbringen wie Melanie. Auf dem Plan stehen u.a. noch rund 400 km am kommenden Wochenende (darunter die RTF Bernau mit 150 km). Auch Dennis bisheriges Pensum ist beachtlich. So hat er zwar „erst“ 1.250 km auf der Straße hinter sich, doch kommen hier (neben 400 km im Gelände) knapp 2.000 km auf der „Rolle“ hinzu. Wer selber schon einmal Rollentraining zu Hause gemacht hat oder im Sportstudio auf dem Spinningrad saß, weiß, wie lang eine Stunde dabei werden kann!

Dass beide topfit sind, zeigten sie uns auf unserer gemeinsamen Tour Richtung Storkow. Melanie legte immer wieder kurze Sprints ein, Dennis nahm wiederum Brücken und kleinere Hügel zum Anlass, den Druck auf das Pedal zu erhöhen. Auf einem längeren Abschnitt zog er uns mit einem Schnitt von rund 38 km/h durch die Landschaft, während ich mich im Windschatten ausruhen konnte. Ich muss ja auch nicht trainieren 😉

Über ihre „Taktik“ bei der MSR waren sie sich einig: gemeinsam starten, gemeinsam ankommen und Spaß haben. Darin stimmen sie auch mit der Mehrzahl der MSR-Teilnehmer überein: es ist kein Rennen, also kann man die 300 km in der schönen Landschaft Mecklenburgs auch genießen!

Wir wünschen unseren Berliner MSR-Botschaftern an dieser Stelle ein tolles Event und natürlich gutes Radsportwetter! Wir sind gespannt auf ihre Eindrücke – Bericht folgt!

Wer jetzt noch nicht genug gesehen hat, findet hier noch ein paar „Making of“-Fotos.

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