Neues zur Helmpflicht

„Nackte Radfahrer wegen fehlender Helme verwarnt“ titelt Yahoo Nachrichten:

Da der Link in Yahoo nicht mehr auffindbar ist gibt es den Link jetzt von Spiegel online:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,668275,00.html

Da kann man den Beiden (und auch allen Lesern) nur noch ein schönes behelmtes neues Jahr wünschen

meint Ihr / Euer BikeBlogger

Radler-Bashing in BILD

… titelt Rad-Spannerei blog. Und die Taz toppt das Ganze: „Aufstand im Dunkeln“!

Was passiert hier? Endlich wieder klare Feindbilder? Die Wiederherstellung des alten Gut-und Böse-Feindbildes? Oder habe ich einfach etwas verschlafen?

Worum es geht: der ADAC hat sich mal um „uns“ Radfahrer gekümmert und in einer Stichprobe das festgestellt, was wir leider täglich erleben: Radfahrer, die ohne ausreichende Beleuchtung unterwegs sind.

Für die BILD ein gefundenes Fressen: aus der Stichprobe wurde gleich eine Studie, aus (sich primär selbstgefährdenden) falsch verhaltenden Radfahrern „Rad-Rowdys“ und zitiert auch gleich einen Experten: der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft stellt fest: „Man kann auch mit dem Fahrrad jemanden töten“.

Sachliche Analyse bzw. Ursachenforschung: Fehlanzeige. Gut, nichts anderes erwartet man von der BILD. Die Taz wittert jedoch den Beginn eines neuen Klassenkampfes. Die armen Ausgebeuteten (hier die Radfahrer) gegen die bösen Ausbeutenden (hier die Autofahrer):

„Auf durchlöcherte Radwege und Minispuren abgedrängt, verkehrspolitisch marginalisiert und im Verkehrsalltag immer mit einem Bein im Krankenhaus, rebelliert der Radfahrer auf seine Art und Weise: Er kündigt der Straßenverkehrsunordnung die Gefolgschaft auf.“

Nein, noch fliegen im Straßenverkehr keine Mollis, aber von dieser Erkenntnis bis zur Schlussfolgerung, dass die Kreuzberger Auto-Abfackler nichts anderes sind als die RAF der Radfahrer ist es nicht weit.

Was sowohl die BILD wie auch die TAZ in schöner Betriebsblindheit übersehen ist, dass das Problem nicht Vertreter eines Hardcore-Prekariats oder der „bösen“ Fixie-Szene sind, sondern radfahrende Menschen wie du und ich. Alle von ihnen sind Fußgänger, die meisten wahrscheinlich sogar Autofahrer. Und verhalten sich in ihrer jeweiligen Rolle häufig auch völlig unterschiedlich: als Autofahrer angepasst und darauf bedacht, nicht bei Regelübertretungen erwischt zu werden, als Radfahrer hingegen oft bar jeglichen Unrechtsbewusstseins.

Soziologische Erklärungsversuche spare ich mir hier, auch wenn dies sicher ein spannendes Forschungsgebiet wäre. Auch Lösungen aufzuzeigen erscheint mir schwer bis vergebens: jede(r) muss für sich selber entscheiden, welche Rolle sie /er im gesellschaftlichen Leben und damit auch im Straßenverkehr einnehmen will. Für mich ist die Konsequenz, mich möglichst korrekt zu verhalten und andere Radfahrer auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen. Oberlehrerhaft? Mag sein. Auch „hilflos“ passt. Aber besser als sich ärgern und wegschauen.

Hier noch die Links zu den Originalbeiträgen:

http://www.bild.de/BILD/politik/2009/11/16/adac-studie-radfahrer/jeder-zweite-ist-ein-verkehrsrisiko.html

http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/aufstand-im-dunkeln/

Ihr/Euer BikeBlogger

Exzessives Radfahren kann schaden

untertitelt T-Home in

http://lifestyle.t-online.de/potenzprobleme-so-trainieren-sie-ihre-maennlichkeit/id_20506640/index

Weiter wird angeführt: „exzessives Radfahren – zum Beispiel lange Wochenendtouren – und Spinning im Fitnessstudio (können) die Potenz empfindlich stören.“ Hingegen sollten „Potenzfreundliche Sportarten“ bevorzugt werden.

Tja, meine Herren Radsportler. Jetzt ist es raus. Enge Hosen tragen, damit das Gemächt so schön präsent ist – und dann doch nix in der Hose haben. Pech gehabt!

Aber keine Angst: es muss nicht gleich Halma sein: auch Golf soll helfen …

Also: Man(n) sieht sich – auf der Straße oder auf dem Golfplatz

Ihr/Euer BikeBlogger

Wie…

fängt man einen Blog an?

Gute Frage. Wenn jemand eine genauso gute Antwort weiß: her damit!

Da ich es aber schon geschafft habe, brauche ich keine entsprechenden Tipps. Eigentlich andersrum: ich möchte Tipps geben. Mut machen. Anregen. Und vielleicht „Mittäter“, „Nachahmer“ oder gar zukünftige „Vorbilder“ erzeugen. Das mag etwas hoch gesteckt wirken. Auf jeden Fall möchte ich Spaß daran haben, das, was mir zum Radfahren durch den Kopf geht, weiterzugeben.

Wen’s interessiert: wir lesen uns. Und wen’s nicht interessiert: macht nix. Da halte ich es mit Billy Wilder: Nobody’s perfect!

Ihr/Euer BikeBlogger