Mein Vätternrunden-Tagebuch

Tag -14

Erneut eine Trainingsfahrt „allein gegen den Wind“. Bisher kannte ich die Strecke nur auf Teilbereichen. Nun wollte ich sie in Gänze abfahren. Bei schönem, noch nicht zu warmem Wetter startete ich in Ahrensfelde. Leider lief es an diesem Tag nicht optimal. In Erkner fuhr ich – gegen meine Gewohnheit – tatsächlich auf dem Fahrradweg. Dass am Vortag „Herrentag“ war, hatte ich dummerweise ausgeblendet. Die Hinterlassenschaften der „Herren“ konnte ich allerdings nicht ausblenden. Mit einem vernehmlichen „pfft-pfft-pfft“ entwich die Luft aus meinem Hinterradreifen, nachdem ich durch einen Scherbenhaufen gefahren war.

Da nun mein Reserveschlauch in Dienst genommen werden musste benötigte ich Nachschub, war ich doch erst gut 40 km weit gekommen. Zum Glück gibt es in Erkner einen recht gut sortierten Fahrradladen: RIKE-Fahrräder, in dem ich mich bevorraten konnte. Mit neuen Reserveschläuchen ausgestattet setzte ich die Fahrt fort.

Mit der Zeit wurde es wärmer, meine Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr war diesem Wetter nicht optimal angepasst. Nach gut drei Stunden hatte ich erst 1,5 l getrunken, was sich später rächen sollte. Bei km 140, kurz vor Wannsee, war Feierabend. Ich merkte, dass weitere 60 km nicht gut für mich wären. Gleich aufzuhören kam zwar nicht in Frage, aber auf die Fortsetzung der Tour wie geplant musste ich verzichten. Daher fuhr ich in etwas ruhigerem Tempo wieder Richtung Pankow. Immerhin kamen so 170 km zusammen, „nur“ 30 km weniger als geplant. Zufrieden war ich dennoch nicht. In Schweden wartet schließlich eine ganz andere Strecke auf mich.

Hinweis: der Countdown am Anfang dieses Beitrages bezieht sich natürlich auf die beschriebene Trainingsfahrt!

Mein Vätternrunden-Tagebuch geht hiermit in die dritte Runde. Fortsetzung folgt!

3 Gedanken zu “Mein Vätternrunden-Tagebuch

  1. Oha. Bin überrascht. Ging nix mehr? Kopfkino ist sehr wichtig, damit meine ich: Was ich mir vornehme fahre ich auch zu Ende. Denn »wenn man einmal aufgibt setzt man die Latte sehr niedrig, beim nächsten mal in solch einer Situation wieder auf zu geben.« Frei nach Faris Al-Sultan. Warum bist Du die Runde nicht einfach langsamer zu Ende gefahren?

    • Weil ich etwas knapp geplant hatte – hatte noch ein Date mit Jack Sparrow. Außerdem wäre der Trainingsnutzen sehr beschränkt gewesen.

  2. Ich kann deinem Eintrag leider nicht entnehmen, wann du gestart bist, aber unter dem Druck, dass du noch am gleichen Abend verabredet bist, kann so ein Vorhaben eigentlich nur misslingen. Du warst von Anfang an schon mit deinen Gedanken im Kino und nicht auf dem Rad. Die RTF Streckenlänge ‚Rund um Berlin‘ beträgt übrigens mehr als 200 km. Ich wünsche dir für Schweden mehr Erfolg.

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