Sinnloser Tod einer Radfahrerin

Pressemeldung der Berliner Polizei am 20.05.2010:

Tödliche Verletzungen erlitt eine 49-jährige Radfahrerin heute früh bei einem Verkehrsunfall in Altglienicke.

Die Frau ist das 17. tödlich verletzte Verkehrsunfallopfer in diesem Jahr auf Berlins Straßen.

Um das Thema Toter Winkel nicht allein den trauernden Angehörigen der getöteten 49-jährigen Radfahrerin zu überlassen, haben sich zwei Berliner Fahrradaktivisten, Martin Keune und der ehemalige Berliner Fahrradbeauftragte Benno Koch, gestern Nachmittag spontan entschlossen, vor Ort ein Zeichen zu setzen. Mit einer Kette und Schlössern ketteten sie sich symbolisch an der Unfallkreuzung fest, um ihren Protest auszudrücken.

„Es gibt keinen sinnloseren Tod als im toten Winkel eines Lkw“, diktierte Koch den innerhalb von Minuten zum Unfallort bestellten Journalisten in den Block. „Tödliche Unfälle dürfen nicht nur in Statistiken und Gesetzes-Kompromissen thematisiert werden, sie müssen bekämpft werden, wo sie stattfinden: Auf der Straße!“ gibt Martin Keune seiner Wut und Ohnmacht Ausdruck.

Den ausführlichen Artikel findet man auf Benno Kochs Website.

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