Nikoläuse tragen Falschparker vom Radweg

Oh, oh. Nikoläuse tragen Falschparker vom Radweg und wünschen sich höhere Bußgelder für das Zuparken von Rad- und Gehwegen.

Foto: Initiative clevere Städte!

Foto: Initiative clevere Städte!

Hier der Pressetext des gelungenen Flashmobs:

Berlin, 15.12.2014. Ein Flashmob radelnder Nikoläuse hat am Samstag in Berlin Falschparker vom Radweg weg getragen. Damit soll auf das rücksichtslose Verhalten einiger Autofahrer aufmerksam gemacht werden, die Radfahrer gefährden. Zugleich wünschen sich die radelnden Nikoläuse höhere Bußgelder für das Zuparken von Rad und Gehwegen vom Verkehrsminister.

Die Schlüterstraße hat zwei schöne Radwege auf beiden Straßenseiten. Meistens sind diese vor lauter zuparkenden Autos und Lieferfahrzeugen nicht mehr zu sehen und gefährden damit Radfahrende. Deshalb haben die radelnden Nikoläuse bei einem Flashmob am Samstag des vergangenen Adventswochenendes in der Berliner Schlüterstraße Falschparker vom Radweg weggetragen. SAT1 und Berliner Kurier berichteten.

„Viele Radwege sind von rücksichtslosen Falschparkern zugeparkt, ein freundliches Wort hilft nichts“, so Heinrich Strößenreuther, Initiative clevere Städte. „Wir radelnden Nikoläusen wünschen wir uns zu Weihnachten mehr Rücksicht im Verkehr und deutlich höhere Bußgelder für Falschparker.“

Der BUND und ADFC Berlin sowie die Initiative clevere Städte haben im nun zu Ende gehenden Jahr 2014 wiederholt auf diese gefährliche und untragbare Situation im Verkehr hingewiesen. Auch Autofahrer stehen durch Zweite-Reihe-Parker zunehmend mehr im Stau, wie es oft wieder an dem Adventswochenende zu sehen war. Passieren tut seitens der Amt und Polizei zu wenig. Schon zwei Stunden nach dem Flashmob glich die Schlüterstraße wieder einer Parkstraße.

Um das zu ändern, hat die Initiative clevere Städte die Petition „Machen Sie das Zuparken teurer, Herr Verkehrsminister“ mit Unterstützern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden gestartet. Inzwischen wird die Petition offiziell von mehren Landesverbänden des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs und des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland sowie von Verkehrspolitikern aus EU und Bundesländern unterstützt.

Ziel ist, für mehr Rücksicht im Verkehr zu sorgen mit deutlich höheren Bußgeldern wie auf EU-Niveau von 80 – 130 Euro für das Zuparken von Zweiter Reihe, Behinderten-Parkplätzen, Geh- und Radwegen. „Mit einer solchen abschreckende Wirkung hat der bayrische Verkehrsminister die Anhebung der Strafen für Schwarzfahrer begründet“, so Strößenreuther weiter: „Das wünschen wir uns nun auch für das Gefährden und Blockieren anderer – und für ein besseres Miteinander im täglichen Verkehr!“

Hier der Link zum TV-Beitrag. Stil: Ist halt SAT1, immerhin wird berichtet. Die Petition kann (soll!) weiterhin gezeichnet werden: http://www.openpetition.de/petition/online/machen-sie-das-zuparken-teurer-herr-verkehrsminister

Alle Infos zur Petition findet man unter www.clevere-staedte.de.