Warnwestenpflicht für Radfahrer oder: ist schon wieder 1. April?

Sichtbar: ja. Aber auch nötig?

Der ADFC Berlin hat auf den verfrühten Aprilscherz der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), eine Warnwestenpflicht für Radfahrer einführen zu wollen, reagiert. Hier die Antwort des Berliner Landesvorstands auf eine E-Mail eines ADFC-Mitglieds an den Vorsitzenden des Landesverbands Berlin der Gewerkschaft:

BETREFF: Re: Herrn Bodo Pfalzgraf wegen Warnwestenpflicht

Hallo lieber Dietmar Schulz,
danke für die spontane Reaktion und

sehr geehrter Herr Pfalzgraf,

der ADFC Berlin und die Polizei Berlin setzen sich in mehreren Gremien dieser Stadt für die Vision Zero (keine tödlichen Unfälle) ein!

Zu Ihrer Pressemitteilung:
DPolG fordert: “Warnwestenpflicht ab Eintritt der Dunkelheit…für rasende Radfahrer… (Zitat aus Ihrer PM), füge ich den Ausführungen von Herrn Schulz hinzu:

In Deutschland gibt es eine Beleuchtungspflicht für Fahrräder. Diese reicht aus, um die Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit von Radfahrern sicherzustellen.
Wirkungsvoller, als Radfahrern auch noch Bekleidungspflichten aufzuerlegen, ist die Kontrolle der Beleuchtungspflicht.

In Münster beispielsweise konnte durch Kontrollaktionen die Lichteinschaltquote bei Dunkelheit von 40 Prozent (2007) auf 97 Prozent (Dezember 2014) erhöht werden. http://www.presse-service.de/data.cfm/static/897004.html

Wer das Fahrradfahren sicherer machen will, muss sich um sichere Radspuren kümmern und durch Öffentlichkeitsarbeit für ein gutes Verkehrsklima sorgen – das zeigen internationale Vergleiche wie zum Beispiel mit Kopenhagen oder den Niederlanden. Wer sich als Radfahrer auf den Straßen willkommen und respektiert fühlt, hält sich dann auch besser an die Regeln.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zanke

ADFC Berlin e.V. – Landesvorstand Verkehrssicherheit
Brunnenstraße 28 10119 Berlin

ADFC Lichternacht

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Unter dem Motto »Lasst uns die Stadt erleuchten!« demonstrieren wir dafür, dass die Sicherheit für Radfahrende verbessert wird.
Für eine hohe Sicherheit bedarf es nicht nur guter Straßen- und Fahrradbeleuchtung, sondern insbesondere infrastruktureller und ordnungsrechtlicher Maßnahmen. Was nützt das beste Licht am Fahrrad, wenn der Schutz- oder Radfahrstreifen zugeparkt ist? Was nützt die gute Straßenbeleuchtung, wenn Kfz-Fahrende beim Abbiegen nicht auf Radfahrende und Fußgänger achten?

[via ADFC Berlin]

ADFC Lichternacht

ADFC Lichternacht

336 bunte, hell erleuchtete Fahrräder, ein Fahrradanhänger mit basskräftiger, lauter und cooler Musik, gutes Wetter und viele gut gelaunte Gesichter: Bunt war’s und Spaß hat’s  auch gemacht. Ob der politische Inhalt der Fahrraddemonstration bei den vielen Stadtbummlern, die zum Festival of Lights pilgerten, angekommen ist, mag in Frage gestellt werden. Wichtig ist allemal, zu zeigen, dass die Straßen nicht nur dem motorisierten Verkehr gehören.

ADFC Kreisfahrt 2014

Am kommenden Samstag ist es wieder so weit: die “kleine Schwester” der Sternfahrt steht bevor. Die ADFC Kreisfahrt beginnt am Brandenburger Tor, führt auf ca. 35 km um das Berliner Stadtzentrum herum und endet wieder am Brandenburger Tor.

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Wann? Samstag, 20.09.2014, 14 Uhr

Wo? Brandenburger Tor und diverse Zwischenstopps.

Was? Fahrrad-Demonstration für die Anerkennung des umwelt- und klimafreundlichen Fahrrades als gleichwertiges Verkehrsmittel. Weitere Informationen beim ADFC-Berlin.

Kreisfahrt 2013

Kreisfahrt 2013

Familien-Radtouren in Schleswig-Holstein genehmigungspflichtig?

Nein, es ist nicht der 1. April. Auf eine Anfrage des Piraten-Abgeordneten Patrick Breyer bezüglich der Genehmigungspflicht von Radtouren in Schleswig-Holstein erhielt er eine ausführliche Antwort des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie Schleswig-Holstein.

© Andreas Hermsdorf  / pixelio

© Andreas Hermsdorf / pixelio

Auslöser war ein Schriftwechsel des Ministeriums mit dem ADFC Schleswig-Holstein:

Vom Verkehrsministerium in Kiel erhielten wir vor einigen Wochen die Mitteilung, dass für ganz oder teilweise über Landes- und Bundesstraßen geführte Fahrradtouren unabhängig von der Teilnehmerzahl vorab eine gebührenpflichtige Erlaubnis (Kosten ca. Euro. 50,00) beantragt werden muss.
[via www.adfc-sh.de]

Der ADFC hat daraufhin seinen Ortsgruppen geraten, alle Radtouren abzusagen:

Das Verkehrsministerium in Schleswig-Holstein boykottiert Fahrradtoren im Land.
Betroffen sind alle Personen und Organisationen die Fahrradtouren anbieten (Sportvereine, Verbände, Kirchen, Schulklassen, Parteien, etc.).
Geführte Fahrradtouren ohne Erlaubnis häufig eine Ordnungswidrigkeit-

ADFC rät den Ortsgruppen, alle Radtouren bis auf weiteres abzusagen [ebd.]

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